Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr begrüßt strengere Regeln für Nahrungsmittelspekulation

Utl.: EU-Finanzministerrat setzt Maßnahmen zur Bekämpfung hoher Lebensmittelpreise

SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr begrüßt den Entschluss des EU-Finanzministerrats, Spekulation auf Nahrungsmittel strenger zu regeln. "Hier hat endlich ein Umdenken stattgefunden", sagt Bayr, die in Sachen Nahrungsmittelspekulation schon lange ein regulierendes Eingreifen der EU-Institutionen fordert. "Weltweit leiden über eine Milliarde Menschen Hunger. Spekulation treibt die Preise so weit in die Höhe, dass sich die Bevölkerung vor allem in ärmeren Ländern die Nahrungsmittel nicht mehr leisten kann", erklärt die SPÖ-Abgeordnete am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und spricht sich für eine schnelle Umsetzung des Beschlusses aus. ****

Der Handel mit Lebensmittelrohstoffen wie Getreide ist neben Landgrabbing oder Wetterextremen wie Dürren oder Überflutungen aufgrund der Klimaveränderungen zentraler Preistreiber. "Eine schier grenzenlose Steigerung der Nahrungsmittelpreise durch ein offensichtliches Versagen der Märkte darf nicht hingenommen werden", bekräftigt die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung. Die Beschränkung von Spekulation auf Rohstoffe für Lebensmittel sei jetzt eine wichtige Unterstützung im Kampf gegen Inflation und steigende Lebensmittelpreise.

Die Finanzminister der EU haben heute beschlossen, Limits für Rohstoffderivate einzuführen. Sie haben sich heute auf das sogenannte MiFID-Paket geeinigt, mit dem den Aufsichtsbehörden der Mitgliedstaaten Instrumente in die Hand gegeben werden, den Handel mit Rohstoffderivaten zu begrenzen.

"Die strengere Regelung der Nahrungsmittelspekulation ist ein wichtiger erster Schritt. Im Kampf gegen den weltweiten Hunger sind aber noch viele weitere Schritte im Sinne einer kohärenten Entwicklungspolitik notwendig. Auf Lebensnotweniges darf nicht spekuliert werden", fordert die SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung. (Schluss) bj/mo

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