Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum "One of us"-Hearing im Europäischen Parlament: Frauengesundheit unter Beschuss

Utl.: "Unheilige Allianz gegen Beschneidung der Frauenrechte stoppen"

"Frauenrechte sind Menschenrechte - inner- und außerhalb der EU", betont Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, am Tag nach dem Hearing im Europäischen Parlament zur BürgerInneninitiative (EBI) "One of us". "Die Universalität der Menschenrechte ist nicht zu hinterfragen", ergänzt Bayr und kritisiert die Forderungen von "One of us", wonach religiös motivierte Gruppierungen das Selbstbestimmungsrecht von Frauen beschränken wollen. "'One of us' möchte lebensnotwendige Unterstützung der EU für die Gesundheitsversorgung von Frauen in Entwicklungsländern einschränken. Kein Zugang zu Verhütungsmitteln, keine Betreuung von Schwangeren, keine Möglichkeit auf einen sicheren Schwangerschaftsabbruch. Das ist unverantwortlich!", ist Bayr erzürnt. ****

"Klar ist, dass der Schwangerschaftsabbruch kein Verhütungsmittel ist. Aber jede Frau, egal ob in Österreich, einem anderem EU-Mitgliedstaat oder sonst wo auf der Welt, muss niederschwelligen Zugang zu einem legalen und somit sicheren Abbruch haben", fordert Bayr. Die leidige Debatte, den Abbruch zu verbieten, führe zu nichts, ebenso wenig führen Motivforschung und Statistik zu weniger Abbrüchen. Sinnvoller sei es, alle Ressourcen in die Prävention zu investieren, um Mädchen und Burschen möglichst früh und faktenbasiert aufzuklären sowie für alle sexuell aktiven Menschen Informationen über Sexualität und altersadäquate, individuell passende Verhütung ohne finanzielle Hürden bereitzustellen. (Schluss) sc/mp

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