Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Weltmädchentag: Mädchen sind keine Bräute

Utl.: Jährlich werden 15 Millionen Mädchen verheiratet

"Jährlich werden 15 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet. Das nimmt ihnen die Möglichkeit auf Bildung, beraubt sie ihrer Kindheit und Jugend und bringt sie etwa durch Teenagerschwangerschaften in gesundheitliche Gefahr", kritisiert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Weltmädchentags am 11. Oktober. Kinderehen widersprechen klar internationalem Recht, wie der Universellen Deklaration der Menschenrechte oder der Kinderrechtskonvention, stellt Bayr klar.

Während der europäischen Aktionswoche für Mädchen von 6. bis 10. Oktober haben entwicklungspolitische Organisationen wie Plan International, das Europäische Parlamentarische Forum für Bevölkerung und Entwicklung sowie der Weltbevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) auf die zentrale Rolle von Mädchen für die Entwicklung von Ländern aufmerksam gemacht: "Klar ist, dass es einen Zusammenhang zwischen Armut und Kinderehen gibt. Es gilt also, Mädchen vor einer Abwärtsspirale aus fehlender Bildung, Armut und zu früher Verheiratung zu befreien. Dafür braucht es gesamtgesellschaftliche Veränderungen, die klar machen, dass Kinderehen nicht nur die Rechte der Mädchen verletzen, sondern auch für den gesamten Staat Nachteile bringen", ist Bayr überzeugt. Sie fordert, das Empowerment von Mädchen und Frauen in der Entwicklungspolitik weiter zu verstärken. (Schluss) sc

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