Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Welttag der sozialen Gerechtigkeit: WM-Baustelle in Katar darf nicht länger lebensgefährlich für Arbeiter sein

Utl.: Morgen, 20.2., 18.00 Uhr "Schandfleck"-Gala: Negativauszeichnung für Unternehmen oder Organisationen, die gesellschaftlich unverantwortlich agieren

"Wir brauchen endlich international verbindliche Regeln zum Schutz der ArbeitnehmerInnenrechte", fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Welttags der sozialen Gerechtigkeit am 20. Februar. "Es kann nicht sein, dass Arbeitsbedingungen wie etwa im Zuge der Bauarbeiten für die Fußball-WM in Katar im wahrsten Sinne des Wortes lebensbedrohlich sind", kritisiert Bayr am Mittwoch gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und fordert: "In einem ersten Schritt müssen wir in der EU dafür sorgen, dass Unternehmen, die ihren Sitz in der EU haben, auch dann in die Verantwortung genommen werden können, wenn sie außerhalb der EU agieren." Ein aktuelles Beispiel sind die Baustellen für die Fußball-WM in Katar, die im Jahr 2022 stattfinden wird. Nach Angaben der jeweiligen Botschaften sind im vergangenen Jahr jeweils über 200 Arbeiter aus Indien und Nepal verunglückt. ****

Ebenfalls anlässlich des Welttages der sozialen Gerechtigkeit vergibt morgen das "Netzwerk Soziale Verantwortung", eine Plattform von 30 Organisationen aus dem Bereich ArbeitnehmerInnenvertretungen, KonsumentInnenvertretungen und NGOs/NPOs, zum zweiten Mal den "Schandfleck des Jahres". Diese Negativauszeichnung wird an österreichische Unternehmen, Organisationen oder Institutionen vergeben, die gesellschaftlich unverantwortlich agieren. "Dieses Jahr befindet sich auch Andritz für die Beteiligung am Staudammprojekt Xayaburi in Laos unter den Nominierten. Der Staudamm trägt zu weitreichender Umweltzerstörung bei und wird Schätzungen zufolge Millionen Menschen die Lebensgrundlage entziehen", kommentiert Bayr die Nominierung und fordert Andritz auf, "nicht nur inner- sondern auch außerhalb der österreichischen Grenzen sozial verantwortlich zu agieren". (Schluss) bj

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