Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Internationaler Tag der Jugend: Bayr warnt vor Stigma bei psychischen Erkrankungen

Utl.: Weibliche Genitalverstümmelung (Female Genital Mutilation, FGM) und Kinderehe gefährden körperliche und psychische Gesundheit

"Jugendliche, die psychisch belastet sind, werden häufig stigmatisiert, in Österreich wie in anderen Ländern der Welt. Auslöser für psychische Beeinträchtigungen sind leider immer noch häufig weibliche Genitalverstümmelung und Kinderehe", bedauert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages der Jugend am 12. August. Weibliche Genitalverstümmelung und Kinderehe sind Missstände, die Mädchen sowohl in ihrer körperlichen als auch in ihrer seelischen Entwicklung beeinträchtigen. ****

"Mehr als 129 Millionen Mädchen und Frauen weltweilt sind genital verstümmelt. In den meisten Fällen wird FGM vorgenommen, wenn die Mädchen noch sehr klein sind. Der körperliche und seelische Schmerz sowie die Folgen des Eingriffes können tiefe seelische Verletzungen mit sich bringen", betont Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst.

Zu negativen Auswirkungen auf die psychische Gesundheit komme es auch in vielen Fällen der Kinderehe: Jährlich werden rund 14 Millionen Mädchen vor ihrem 18. Lebensjahr verheiratet. "Kinderehen berauben die zu jungen Bräute vieler Möglichkeiten: Jedes Mädchen hat das Recht, selbst zu entscheiden, wann es wen heiratet. Jedes Mädchen kann selbst entscheiden, wann es Kinder bekommt und wie viele und jedes Mädchen sollte selbstbestimmt über seinen Bildungsweg entscheiden können", stellt Bayr fest. Andernfalls könne es zu seelischen Beeinträchtigungen kommen. (Schluss) bj/mp

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