Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Nationalrat - Bayr: Es ist Aufgabe der Politik, Frauen sichtbar zu machen

Utl.: Symbolische Anerkennung von Frauen in Bundeshymne ist auch Gleichstellungspolitik

Petra Bayr, SPÖ-Sprecherin für globale Entwicklung, widmet sich heute, Mittwoch, im Nationalrat der Sichtbarmachung von Bevölkerungsgruppen in der internationalen Politikgestaltung. Dabei geht sie auch auf die aktuelle Debatte um die österreichische Bundeshymne ein und mahnt: "Als politische VertreterInnen ist es unsere Aufgabe, dafür zu sorgen, dass bei allen Bevölkerungsteilen ankommt, dass Frauen und Männer gleichgestellt und gleich behandelt werden müssen. Frauen sichtbar zu machen, zu besingen und zu gedenken, ist notwendiger Teil davon", fasst Bayr zusammen. Gemäß dem Bundesgesetz über die Bundeshymne der Republik Österreich in ihrer Fassung vom 1.1.2012 werden sowohl die "Töchter" als auch die "Söhne" besungen. Für Bayr ist das "gut und richtig, denn es macht Frauen und ihre Leistungen sichtbar und gibt ihnen symbolische Anerkennung, die ihnen zusteht." ****

Auf internationaler Ebene wird gerade über die künftige "Entwicklungsagenda" diskutiert, die ab 2015 gelten und die Millennium Development Goals ablösen soll. In diesem Prozess fordern die VertreterInnen von Frauenorganisationen, von Menschen mit Behinderungen, von indigenen Völkern und auch Kinderorganisationen, sichtbar gemacht zu werden. "Diese Gruppen fordern zu Recht, wahrgenommen zu werden. Denn nur, was wahrnehmbar und messbar ist, schafft Grundlagen für politische Handlungsableitungen", resümiert Bayr.

Ähnlich verlaufe die Debatte in Österreich, was die Wahrnehmung von Frauen in unterschiedlichen Rollen anbelangt. "Seien es Frauen in Parlamentspräsidien, Frauen in Aufsichtsräten oder Frauen in technischen Sportarten: Frauen haben diverse Aufgaben in der Gesellschaft und kommen diesen nach", umreißt Bayr die Vielfalt weiblicher Lebens- und Arbeitsrealitäten.

Diese Diversität und diese Beiträge von Frauen für die Gesellschaft gilt es laut Bayr auch in der Bundeshymne abzubilden. In dieser Hinsicht ist es für sie erfreulich, "wenn sich Gleichstellungsfragen von Frauen, wenn auch oft sehr langsam, in der Gesetzgebung niederschlagen." (Schluss) kg/sc

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