Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Tag des Meeres: Bayr fordert nachhaltigen Fischfang der EU

Utl.: Fisch ist in vielen Ländern die Haupteiweißquelle und darf den lokalen Bevölkerungen nicht "weggefischt" werden

"60 Prozent des in Europa konsumierten Fisches müssen importiert werden", betont SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr anlässlich des Tages des Meeres am 8. Juni. Dabei werde lokalen Bevölkerungen in armen Ländern oftmals die Haupteiweißquelle "vor der Nase weggefischt", kritisiert Bayr mit Blick auf die westafrikanische Küste, wo Fangflotten unter EU-Flagge zur Überfischung beitragen und der lokalen Bevölkerung die Lebensgrundlage rauben. Die externe Dimension der EU-Fischerei regelt den Fang in Nicht-EU-Seegebieten und "missachtet leider regelmäßig die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung und der natürlichen Ressourcen", klagt Bayr an. ****

"Das kürzlich abgeschlossene Fischereiabkommen der EU mit dem Königreich Marokko regelt auch den Fischfang vor den besetzten Gebieten der Westsahara. Das ist schlichtweg unrechtmäßig", stellt Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst fest. Bei einer friedlichen Demonstration gegen dieses Abkommen wurden Anfang März Medienberichten zufolge neune sahaurische Fischer festgenommen. "Die sahaurischen Fischer beklagten zu Recht, dass das Abkommen zwischen der EU und Marokko ohne der Westsahara geschlossen wurde. Den Sahauris wird der Fisch geraubt, alle Leistungen der EU gehen an Marokko", kritisiert die SPÖ-Entwicklungssprecherin das Fischereiabkommen. (Schluss) bj/mp

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