Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr begrüßt Verbot der Kinderehe in Simbabwe

Utl.: Das Ende der Kinderehe ist ein globales Ziel der Agenda 2030

„Das Verbot der Kinderehe ist essentiell für die Rechte und die Entwicklung von Mädchen“, betont Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. Aus diesem Grund begrüßt die SPÖ-Abgeordnete das gestrige Urteil des Verfassungsgerichtshofes in Simbabwe, in dem das Gericht ein Gesetz für ungültig erklärt, das es Mädchen mit Zustimmung der Eltern erlaubt, ab dem 16. Lebensjahr zu heiraten. „Werden Mädchen vor deren 18. Lebensjahr verheiratet, werden grundlegende Rechte verletzt, Schulbesuch und Ausbildung abgebrochen und riskante Teenagerschwangerschaften gefährden das Leben der Mädchen“, betont Bayr. Komplikationen bei Schwangerschaft und Geburt sind nach Selbstmord die häufigsten Todesursachen bei 14- bis 19-jährigen Mädchen in Entwicklungsländern. Aus diesem Grund strebt die kürzlich von den Vereinten Nationen verabschiedete Agenda 2030 im nachhaltigen Entwicklungsziel fünf ein Ende der Kinderehe an. ****

Bayr, Kassierin der internationalen ParlamentarierInnen-Organisation „Parliamentarians for Global Action“ (PGA), führt den Erfolg in Simbabwe auch auf internationalen Druck zurück: „Mehr als 750 Abgeordnete aus über 80 Ländern haben sich der ParlamentarierInnen-Kampagne der PGA gegen Kinderehe angeschlossen, eine Petition unterschrieben und Druck auf jene Länder aufgebaut, in denen das Verheiraten von Mädchen rechtlich noch erlaubt ist.“ (Schluss) bj/mp