Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr verurteilt polnischen Vorstoß für ein absolutes Abtreibungsverbot

Brief an Sprecher des polnischen Parlaments zum Schutz der Frauenrechte

Wien (OTS/SK) - „Wider jegliche Vernunft fordern religiös motivierte Kräfte in Polen ein totales Abtreibungsverbot“, kritisiert SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr den Vorstoß, das ohnehin schon restriktive Abtreibungsgesetz auf Drängen einer BürgerInneninitiative in Polen zu verschärfen. Der versuchte Anschlag gegen Frauen führe laut Bayr sicher nicht zu niedrigeren Abtreibungsraten, er dränge diese lediglich in die Illegalität oder zwinge sie, in benachbarte Länder zu reisen, wenn sie einen Abbruch vornehmen müssen. „Abtreibungen sind eine Notfallmaßnahme und kein reguläres Verhütungsmittel“, stellt Bayr klar. Keine Frau treibe aus Jux und Tollerei ab. Die Initiative fordert sogar ein Abtreibungsverbot im Falle einer Vergewaltigung. ****

In einem Brief hat Petra Bayr gemeinsam mit den Nationalrätinnen Katharina Kucharowits (SPÖ), Berivan Aslan (Grüne) und Tanja Windbüchler-Souschill (Grüne) den Sprecher des polnischen Parlaments aufgefordert, die Anliegen der BürgerInneninitiative, den Schwangerschaftsabbruch unter allen Umständen zu verbieten und den Straftatbestand „prenataler Mord“ einzuführen, nicht zuzulassen. „Wir appellieren in unserem Brief an die vernünftigen Kräfte die erkennen, dass Frauenrechte und Frauengesundheit durch diese Maßnahmen massiv gefährdetet werden“, erläutert Bayr und führt aus: „Diese Gesetzesinitiative, die sich gegen die sexuellen und reproduktiven Rechte der Frauen und damit gegen fundamentale Menschenrechte wendet, darf nicht zugelassen werden.“ Es brauche vielmehr eine Offensive in Sachen Sexualaufklärung und vereinfachter Zugang zu Verhütungsmitteln, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern.

Der Brief im Wortlaut unter: http://tinyurl.com/jgen8rz (Schluss) sc/mp
Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum