Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr/Gruber-Pruner/Yilmaz: 2. Barbara-Prammer-Symposium diskutiert Herausforderungen für Frauen auf der Flucht

Utl.: Internationale Solidarität bedeutet auch ein Mehr an Ressourcen

Gemeinsam mit Expertinnen und Wissenschafterinnen diskutierten die SPÖ-Abgeordneten Petra Bayr und Nurten Yilmaz und die SPÖ-Bundesrätin Daniela Gruber-Pruner im Rahmen des 2. Barbara Prammer Symposiums über politische Herausforderungen beim Thema Frauen auf der Flucht. In Workshops wurde den Fragen nach notwendigen Ressourcen, Teilhabe an Bildung, Stärkung von Frauen und Möglichkeiten für Friedensicherung nachgegangen. ****

„Es braucht finanzielle Unterstützung, damit Maßnahmen, die ganz spezifisch für Frauen gedacht sind, umgesetzt werden können. Flüchtende Frauen sind meist traumatisiert, viele sind ohne Berufsausbildung – diese Frauen brauchen unser Empowerment“, so Yilmaz. Unterstützung bedeutet, gemeinsam mit den Frauen auf Augenhöhe an unserer Zukunft zu arbeiten. Daneben müsse man tradierte Rollenbilder kritisch hinterfragen: Einig war man sich, dass man kriminelle Taten nicht ethnisieren darf: „Ein krimineller Akt ist mit allen uns zur Verfügung stehenden Rechtsmitteln zu ahnden - in der SPÖ wird darüber nicht verhandelt“, so die SPÖ-Integrationssprecherin. Außerdem forderte man eine verbesserte Datenlage über Frauen auf der Flucht. „Mit einer verbesserten Datenlage über Frauen auf der Flucht könnte die Arbeit für die Frauen fokussierter und zielgerechter gestaltet werden“, betonte Yilmaz. *****

Im Zentrum des Arbeitskreises „Frauen sichern Frieden“ stand die UNO-Resolution 1325 aus dem Jahr 2000. „Dieses erste Dokument über die Situation von Frauen in Konfliktsituationen hat vor allem den Schutz von Frauen vor sexualisierter Gewalt in kriegerischen Auseinandersetzungen und Konflikten als auch die Prävention von kriegerischen Auseinandersetzungen zum Inhalt“, betont Bayr. Als Eckpfeiler eines dauerhaften Friedens skizzierte Bayr das Sichtbarmachen von Frauen, die Finanzierung von Plänen und Strategien zur Friedenssicherung und dass Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern der Kern jeder Politik sein muss. „Frauen sind ‚Agentinnen des Wandels‘, das heißt sie müssen mit an Verhandlungstischen sitzen und mitverhandeln“, so die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. Und weiter: „Man braucht Ressourcen und finanzielle Mitteln, um diese Resolutionen und Pläne umsetzen zu können – sinnvoll gemachte Entwicklungspolitik kann die Lebensbedingungen verbessern.“ Im Rahmen des Arbeitskreises wurde ein Ansatz ausgearbeitet, wie weit man die Verursacher von Krieg für Bereitstellung finanzieller Mitteln für den Wiederaufbau in die Pflicht nehmen kann. „Let Crime pay – mit diesem Verursacherprinzip könnte man die Resolution 1325 auch international umsetzen.“

Daniela Gruber-Pruner behandelte gemeinsam mit zahlreichen AktivistInnen den Schwerpunkt Frauen, die sich derzeit auf der Flucht befinden. „Diese Frauen haben spezielle Bedürfnisse und es braucht die notwendigen finanziellen und personellen Ressourcen, um diese Frauen zu stärken“, so die SPÖ-Bundesrätin.

Gerade Hilfsorganisationen brauchen Unterstützung, damit sie auch in Zukunft ihre Hilfsmaßnahmen im Bereich Bildung und psychologische Betreuung weiterführen können. „Durch alle Arbeitskreise hat sich gezeigt: An erster Stelle steht ein respektvoller Umgang mit und gegenüber Frauen auf der Flucht“, so Gruber-Pruner abschließend. (Schluss) ve/rm/mp

Rückfragehinweis:
   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
   01/53427-275
   http://www.spoe.at/impressum

 

Broschüre

"Frauen.Flucht.Solidarität" war der Titel des 2. Barbara Prammer Symposiums, das jährlich in Kooperation der SPÖ-Frauen, des Sozialdemokratischen Parlamentsklubs und des Karl-Renner-Instituts veranstaltet wird. Die Broschüre kann unter frauen(at)spoe.at oder 01/53427-272 bestellt werden.