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Muttertag – Mutternacht: SP-Bayr macht auf die Schattenseiten von Mutterschaft aufmerksam

Jährlich sterben 300.000 Frauen während Schwangerschaft und Geburt

„Mutterschaft ist nicht für alle ein Segen. Jährlich sterben 300.000 Frauen und Mädchen an Komplikationen bei Geburt und Schwangerschaft“, stellt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung und Gründerin der Plattform österreichische Initiative Mutternacht, die sich für die Bekämpfung von Müttersterblichkeit einsetzt, vor dem Muttertag fest. 99 Prozent aller Todesfälle passieren in armen Regionen, zumeist in Ländern des Globalen Südens. Die meisten dieser Todesfälle wären durch medizinische Betreuung zu vermeiden. „Müttersterblichkeit ist meist Ausdruck von Armut und tief verwurzelter Diskriminierung von Frauen“, so Bayr. „Kein Zugang zu Verhütungsmitteln, kein Zugang zu medizinischer Versorgung und oft fehlende Möglichkeiten, über den eigenen Körper zu bestimmen“, nennt Bayr als Gründe für Müttersterblichkeit. ****

Während in Afghanistan 396 Frauen bei 100.000 Lebendgeburten sterben, verlieren in Österreich bei bester medizinischer Versorgung nur 4 Frauen ihr Leben. „Müttersterblichkeit kann beendet werden, wir wissen was zu tun ist“, ist Bayr überzeugt. Es brauche umfassende Anstrengungen der einzelnen Länder und der internationalen Staatengemeinschaft, um die medizinische Versorgung zu verbessern sowie Frauen und Mädchen selbstbestimmt entscheiden zu lassen, wann und wie viele Kinder sie bekommen. Eine Schlüsselrolle komme neben der Geschlechtergerechtigkeit der Sexualerziehung zu. 1990 sind im globalen Durchschnitt 385 Frauen bei 100.000 Lebendgeburten verstorben. Das Ziel 3 der Agenda 2030 sieht vor, dass bis zum Jahr 2030 nur mehr 70 Todesfälle auf 100.000 Lebendgeburten kommen. (Schluss) ve
 
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