Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Nationalrat – Bayr: Nachhaltige globale Entwicklung ohne Palmöl fördern

Utl.: Palmölproduktion schadet Umwelt und Menschen in Entwicklungsländern und der EU

Wien (OTS/SK) - In der Nationalratssitzung am Mittwoch hat sich SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung Petra Bayr gegen eine wirtschaftliche Verwendung von Palmöl ausgesprochen. „Wir müssen Politik machen, die eine nachhaltige globale Entwicklung fördert“, betonte Bayr. Die SPÖ-Entwicklungssprecherin verwies auf die zahlreichen negativen Aspekte und Auswirkungen der Palmölproduktion für betroffene Entwicklungsländer und die Europäische Union. ****

„Aufgrund der Abholzungen von Wäldern und der Trockenlegung von Mooren und Torfen hat Palmöl eine circa dreimal schlechtere CO2-Bilanz als herkömmlich erzeugter fossiler Treibstoff“, erklärte Bayr und verwies auf die verheerenden ökologischen Folgen für die Lebensräume der ansässigen Menschen und Tiere. Der Anbau von Palmöl werde vor allem in Ländern mit schwachem Rechtsstaat forciert, in denen die Produktion mit Vertreibungen und Ermordungen der dort lebenden Menschen einhergehe, so die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung. „Menschen, auch oftmals Kinder, müssen auf diesen Plantagen unter sklavenähnlichen Bedingungen arbeiten“, kritisierte Bayr. Dies führe zu Binnenmigration, Kulturverlust der indigenen Völker und zu Hunger, stellte die SPÖ-Entwicklungssprecherin fest.

Durch die verpflichtenden Beimischungsziele findet der größte Import von Palmöl in der EU im Verkehrssektor statt. „Wenn wir diese Beimischungsquoten auf europäischer Ebene eliminieren würden, hätten wir 3,35 Millionen Tonnen weniger an jährlichem Import von Palmöl“, erklärte Bayr. Ebenso müsse man über ein Verbot von Palmöl in Lebensmittel und Kosmetika diskutieren, da jedes zweite in die EU importierte Produkt Palmöl beinhalte, so die SPÖ-Entwicklungssprecherin. „Es gibt einiges an Handlungsbedarf, beispielsweise auch durch verbindlichere Regeln bei Menschenrechtsverletzungen von Unternehmen in anderen Ländern“, betonte Bayr. (Schluss) bj/mr

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