Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum Internationalen Tag gegen Sklavenarbeit: Kein Mensch darf zur Arbeit gezwungen werden

Utl.: 40 Millionen Menschen in moderner Sklaverei

„Ob in einem Steinbruch, in der Landwirtschaft oder in einem privaten Haushalt, es darf im 21. Jahrhundert nicht sein, dass Menschen in sklavenähnlichen Verhältnissen arbeiten müssen“, fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Sklaverei am 2. Dezember. “Die jüngste CNN-Reportage über den Handel mit Menschen in Libyen zeigt nur die Spitze des Eisberges. Die internationale Staatengemeinschaft darf nicht länger wegschauen, wenn die Notlage von Menschen derart ausgenutzt wird, um Profit zu machen“, ist Bayr angesichts der jüngst veröffentlichten Berichts überzeugt. ****

Die Internationale Arbeitsorganisation schätzt, dass 40 Millionen in moderner Sklaverei gefangen sind. Rund 25 Millionen sind von Zwangsarbeit betroffen, davon werden etwa 16 Millionen im Privatsektor ausgebeutet. Laut der US-amerikanischen Organisation „Free the Slaves“ ist das historisch gesehen die höchste Anzahl an von Sklaverei und Zwangsarbeit betroffenen Menschen. „Es ist höchst an der Zeit, dass der Privatsektor einem verbindlichen Rechtsrahmen unterliegt, der verhindert, dass auf menschenverachtende Weise Leute arbeiten müssen, damit transnationale Konzerne große Gewinne einfahren können“, fordert Bayr. Im Rahmen des UN-Menschenrechtsrates wird derzeit an einem Instrument gearbeitet, das dies sicherstellen soll. Bayr abschließend: "Ich erwarte mir ein aktives Teilnehmen Österreichs an diesen Verhandlungen und ein klares Bekenntnis zu einem Völkerrechtsinstrument, das auch den Privatsektor in die Pflicht nimmt, wenn es um Menschenrechtsverletzungen geht!" (Schluss) bj/mp

Rückfragehinweis:

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