Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr und Heinisch-Hosek: Sind der Frauenministerin feministische Anliegen egal?

Utl.: SP-Abgeordnete fordern weiteres Fördern der Frauensolidarität

„Es ist völlig unverständlich, warum das Frauenministerium die Frauensolidarität nicht weiter fördert“, zeigt sich Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, am Rande der Präsentation des Schattenberichts zur Frauenrechtskonvention, angesichts des Förderstopps durch Ministerin Juliane Bogner-Strauß verständnislos. „Das Magazin der Frauensolidarität leistet seit mehr als 3 Jahrzehnte wichtige Informationsarbeit zu Frauenrechten, Frauenbewegungen und Geschlechterbeziehungen in den Ländern des Globalen Südens“ betont Bayr. Mit diesem Fokus ist das Magazin einzigartig. „Die Frauensolidarität besetzt nicht nur wichtige Themen, sie trägt auch zur Informationsarbeit zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen, den SDGs, wesentlich bei“, betont Bayr und ergänzt, dass die NGOs auf diesem Gebiet in Österreich weit aktiver als die Bundesregierung wären. Werden die Förderung gestrichen, sei dies laut der Abgeordneten auch als Abschied von der Umsetzung der SDGs zu verstehen. ****

„Die Arbeit der Frauensolidarität ist auch aus frauenpolitischer Sicht eine ausgesprochen wichtige“, betont SP-Frauensprecherin Gabriele Heinisch-Hosek. „Das Magazin, das Radio und die Bibliothek leisten einen wichtigen Beitrag zur Bewusstseinsbildung und zur Sensibilisierung für frauenpolitische Themen und tragen den feministischen Diskurs in die Öffentlichkeit.“ Dass die Frauensolidarität nicht mehr weiter von der Frauenministerin gefördert wird, ist ein zusätzlicher Beweis dafür, dass Frauenanliegen keine Priorität dieser Bundesregierung sind. „Nicht nur, dass qualitätsvolle Arbeit im Sinne der Frauen durch den Ausfall der Fördermittel leiden wird, geht es auch immer um Arbeitsplätze, die in weiterer Folge oft nicht mehr gehalten werden können. Es ist unerträglich zu wissen, dass hier Frauen ihren Job verlieren könnten.“, so Heinisch-Hosek abschließend. (Schluss) np

 

Rückfragehinweis:

   SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,

   01/53427-275

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