Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zum aktuellen Bericht über Tuberkulose weltweit: Österreich soll sich in der Forschung stark machen

Utl.: 1.6 Millionen Tote im Jahr 2017 – 95 Prozent aller Todesfälle in armen Regionen der Welt

„Im Kampf gegen Tuberkulose haben wir weltweit mehrere große Herausforderungen: Erstens wird ein Drittel der 10.4 Millionen Erkrankten nie diagnostiziert. Diese Personen wissen also gar nicht, dass sie angesteckt sind und erhalten so meist keine adäquate Behandlung. Zweitens finden 95 Prozent der aktuell jährlich 1.6 Millionen Todesfälle in armen Regionen mit schlechter Gesundheitsversorgung statt und drittens steigt die Resistenz gegen die Behandlung“, stellt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich der Präsentation des aktuellen Berichts der Weltgesundheitsorganisation (WHO) über die Verbreitung und Behandlung von Tuberkulose fest. ****

 

„Österreich sollte sich im Bereich der Forschung und Entwicklung mehr engagieren, um einen Beitrag gegen die steigende Resistenz zu leisten. Die heute noch verwendeten Medikamente sind überwiegend am Forschungsstand von vor 50 Jahren, hier liegt auch das große Problem mit der Resistenz und hier wäre es sinnvoll anzusetzen“, fordert Bayr Wissenschaftsminister Faßmann zu mehr Investitionen und internationale Zusammenarbeit auf. Österreich hat sich im Rahmen der Agenda 2030 den 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen verschrieben. „Das Nachhaltige Entwicklungsziel 3 sieht das Ende der Tuberkulose-Epidemie bis zum Jahr 2030 vor. Mehr Investitionen in Forschung und Entwicklung wären ein wertvoller Beitrag Österreichs zum Erreichen der Ziele“, ist Bayr überzeugt.

 

Link zum aktuellen Bericht: http://www.who.int/tb/publications/global_report/en/ (Schluss) up/mp

 

Rückfragehinweis:

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