Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr zur Verdoppelung des Rohstoffverbrauchs: „Wir haben nur eine Welt“

Utl.: „Mit Vollgas gegen die Wand“

„Das kapitalistische System fährt mit Vollgas gegen die Wand“, kommentiert Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, die heute von der OECD präsentierte Studie zum künftigen Rohstoffverbrauch. Laut OECD wird sich der globale Rohstoffverbrauch bis zum Jahr 2060 trotz steigendem Recycling verdoppeln. „Beim aktuellen Ressourcenverbrauch haben wir schon am 1. August alle Ressourcen verbraucht, die die Erde in einem Jahr erneuern kann“, erinnert Bayr, dass die Menschheit heute 1,7 Planeten nutzt, obwohl nur einer zur Verfügung steht. ****

„Es braucht eine Änderung, wie die Länder der Welt wirtschaften. Das neoliberale System, der Kapitalismus sind schlicht und einfach nicht zukunftsfähig“, ist Bayr überzeugt. Ein Kompass für die Welt könnten die Nachhaltigen Entwicklungsziele sein. „Die 17 SDGs enthalten die soziale, die ökologische und die ökonomische Dimension der Nachhaltigkeit. Nur wenn alle drei in Balance sind, kann es ein gutes Leben für alle geben, heute und in Zukunft“, betont Bayr. Seit Unterzeichnung der SDGs auf Ebene der Vereinten Nationen im Jahr 2015 ist Österreich in der Umsetzung säumig. „Es braucht endlich ein politisches Zugeständnis und einen Umsetzungsplan“, fordert die Nationalratsabgeordnete.

 

„Gerade die Ziele zur Änderung unserer Produktions- und Konsummuster sind in den SDGs für das Respektieren der planetarischen Grenzen und eine zukunftsfitte Welt, in der auch noch nächste Generationen menschenwürdig leben können, absolut zentral. Mit der kapitalistischen Profit-, Ausbeutungs- und Wachstumslogik werden wir diese nie erreichen sondern die Erde und uns zu Tode fehlwirtschaften“, so Bayr abschließend. (Schluss) mr/mp

 

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