Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr: Die Regierung ist bei der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele eine lahme Ente

Utl.: Studie des EU-Parlaments stellt Österreich ein schlechtes Zeugnis aus =

Wien (OTS/SK) - „Die österreichische Regierung ist hinsichtlich der Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele (SDGs) eine lahme Ente. Nun haben wir es durch eine Studie des EU-Parlaments belegt“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, fest. Das EP hat in einer umfassenden Studie die strukturellen Voraussetzungen für die Umsetzung der SDGs in allen EU-Mitgliedstaaten bewertet. „SDG Watch Austria hat die einzelnen Länderbewertungen sortiert und siehe da: Österreich landet auf Platz 4, von hinten“, kommentiert die Nationalratsabgeordnete den 24. von 28 Plätzen für Österreich. ****

„Für das Ignorieren und Nicht-Einbeziehen des Parlaments durch die Regierung bei der SDG-Umsetzung und für die Starre, die im Hohen Haus selbst jedes strukturelle Handeln zur Umsetzung der Weltziele verhindert, haben wir als eines von nur drei Ländern zurecht null Punkte bekommen“, ist Bayr über das schlechte Abschneiden wenig überrascht. „Zahlreiche Anträge zur Umsetzung der SDGs, die etwa einen Status-quo-Report sowie Perspektivenberichte der einzelnen Ressorts zu deren Plänen fordern, wurden verräumt oder vertagt“, ist Bayr verärgert und ruft Nationalratspräsidenten Sobotka zum Handeln im Sinne der SDGs auf.

"Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sind als Kompass in eine Zukunft zu verstehen, in der auch unsere Enkel ein menschengerechtes Leben auf dieser Erde führen können. Sie als unnötige Bürde oder als etwas, das nur Entwicklungsländer angeht, misszuverstehen, wäre ein entsetzlicher politischer Fehler mit weitreichenden negativen Konsequenzen für Mensch, Umwelt und unseren Planeten!" mahnt Bayr dringend mehr Aktivitäten durch sämtliche politische Akteure in Österreich ein. (Schluss) mb/mp

Rückfragehinweis: SPÖ-Parlamentsklub 01/40110-3570 klub@spoe.at klub.spoe.at