Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr fordert höheren Preis für KakaobäuerInnen, um Kinderarbeit zu stoppen

Laut aktueller Studie würde Preisaufschlag von 2,8 Prozent reichen

Wien (OTS/SK) - Laut der gestern veröffentlichten Studie der University of Arkansas reicht ein Preisaufschlag von 2,8 Prozent für die KakaoproduzentInnen aus, um die schwersten Formen der Kinderarbeit zu vermeiden. Um Kinderarbeit in der Kakaoproduktion gänzlich zu beenden, müsste der Preis um 47 Prozent angehoben werden. „Der Kakaopreis ist nur ein Bruchteil vom Gesamtpreis der verkauften Schokolade. Es muss also leicht möglich sein, diesen anzuheben, um so Kinderarbeit zu stoppen!“, ist Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, überzeugt und fordert strengere gesetzliche Regelungen für große Konzerne, die auf den europäischen Markt verkaufen. „Es kann nicht sein, dass Unternehmen schwache Strukturen in anderen Staaten gezielt ausnutzen, um ihren Profit zu maximieren“, stellt die SPÖ-Nationalratsabgeordnete fest und fordert die zukünftige Regierung auf, sich aktiv gegen Kinderarbeit einzusetzen:
Die Niederlande haben es schon vorgemacht und Mitte Mai einen Beschluss im Senat gefasst, der die Sorgfaltspflichten von Unternehmen stärkt, sodass in Produkten am niederländischen Markt keine Kinderarbeit stecken darf“, erinnert Bayr. ****

Auch von zivilgesellschaftlicher Seite gibt es mit der Kampagne kinderarbeitstoppen.at (http://kinderarbeitstoppen.at) Rückenwind für das Anliegen, ausbeuterische Kinderarbeit zu beenden.

Ghana und die Elfenbeinküste produzieren etwa 60 Prozent des weltweiten Kakaos. Trotz eines gesetzlichen Verbotes, arbeiten über 900.000 Kinder auf den Kakaoplantagen in Ghana. Davon übernehmen nach Schätzungen etwa 40 Prozent von ihnen schwere Aufgaben. (Schluss) mr/mp

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