Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr fordert mehr Unterstützung für die Menschen der Westsahara

Utl.: 20 Juni ist Weltflüchtlingstag

„Die Situation der saharauischen Flüchtlinge in den Lagern Algeriens ist schlichtweg inakzeptabel“, stellt Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, anlässlich des Weltflüchtlingstages am 20. Juni fest. „Seit mehr als 40 Jahren müssen viele Menschen der Westsahara in Flüchtlingslagern in Algerien leben. Marokko, das die Westsahara besetzt und wirtschaftlich ausbeutet, versucht die Sahauris nach Möglichkeiten unter Druck zu setzten“, kritisiert die Nationalratsabgeordnete.

Über zehn Jahre gab es keine Zählung in den Lagern Tindoufs. Die Bevölkerung ist angewachsen, aber das Volumen der Hilfslieferungen wurde nicht angepasst. Ein Bericht von UNHCR belegt nun, dass 173.600 Menschen in den Lagern leben. „Bisher wurde die alte Zahl 125.000, darunter 90.000 verwundbare Menschen, aus dem Jahr 2007 als Bemessungsgrundlage für die Menge der Hilfsgüter wie etwa dem World Food Programme herangezogen. Der UNHCR-Bericht zählte im vergangenen Jahr 173.000 Menschen und stuft alle als vulnerabel ein. Damit ist auch klar, dass es viel mehr Hilfsgüter als bisher braucht“, fordert Bayr die internationale Gemeinschaft zur Hilfe auf. Auch Österreich sowie die EU-Kommission müssten laut Bayr einen größeren Beitrag leistet.

Die Lager um Tindouf in Algerien gibt es seit 1975, seit die ehemalige Kolonialmacht Spanien das Land verlassen hat und es von Marokko besetzt wurde. (Schluss) ls

 

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