Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr fordert: Sexuelle Bildung den Profis überlassen

Utl.: Österreich soll nicht den Fundi-Weg gehen

„Sexuelle Bildung muss gelernt sein. Deswegen ist es auch gut, dass Profis in Schulen Fragen zum Ersten Mal, zur Penisgröße und zu Masturbastion beantworten und so die LehrerInnen auf diesem heiklen Terrain nicht allein gelassen werden“, betont SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayer, die den von ÖVP und FPÖ eingebrachten Antrag, der Vereine für sexuelle Bildung an den Schulen verbieten will, ablehnt. „Sexuelle Bildung ist ein wichtiger Baustein für die körperliche und seelische Unversehrtheit. Nur wer seinen Körper und dessen Funktionieren kennt sowie die eigenen Gefühle versteht, kann entsprechend auf ihn und die eigenen Bedürfnisse reagieren und auch auf die von anderen Rücksicht nehmen“, führt Bayr aus. Solange sexuelle Bildung kein Pflichtfach für alle LehrerInnen und PädagogInnen ist, „wird es nötig sein, dass Profis aus qualifizierten Vereinen in die Schulen kommen. Dabei ist besonders wichtig, dass die Vereine einer Qualitätskontrolle unterzogen werden und keine Propaganda an Schulen machen oder falsche Informationen verbreiten“ fordert Bayr. ****

„Als Vizepräsidentin des europäischen Parlamentarischen Forums für sexuelle und reproduktive Rechte habe ich auch die europäischen Entwicklungen im Blick und warne davor, dass Österreich den Fundi-Weg wie Polen oder Ungarn einschlägt. Prävention in Form von Bildung ist der beste Schutz vor ungeplanten Schwangerschaften und sexuell übertragbaren Krankheiten. Der kostenlose Zugang zu modernen Verhütungsmitteln für Jugendliche ist ebenso wichtig wie faktenbasierte sexuelle Bildung“, ist Bayr überzeugt. (Schluss) ls

 

Rückfragehinweis:

   SPÖ-Parlamentsklub

   01/40110-3570

   klub(at)spoe.at

   https://klub.spoe.at