Favoritner Nationalratsabgeordnete der SPÖ

Bayr fordert, ZivilistInnen besser vor Landminen zu schützen

Utl.: 4. April ist der Internationale Tag zur Aufklärung über die Minengefahr und zur Unterstützung von Antiminenprogrammen

„Es ist immer mehr zu beobachten, dass der heutige Kriegsführung vermehrt ZivilistInnen zum Opfer fallen. Auch bei den steigenden Zahlen der Minenopfer ist dies zu erkennen“, beklagt Petra Bayr, SP-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, die seit drei Jahren steigenden Opferzahlen von Landminen. Laut dem Landminenmonitor 2018, dem jährlichen Bericht der internationalen Kampagne für ein Verbot von Landminen (ICBL), war 2017 das dritte Jahr in Folge mit steigenden Opferzahlen. Die 7.239 registrierten Fälle belegen, dass sich die perfide Wirkung von Landminen hauptsächlich gegen die Zivilbevölkerung betroffener Regionen richtet. „Täglich werden mehr als 20 Männer, Frauen und Kinder durch Landminen getötet oder verstümmelt“, zitiert Bayr aus dem Landminenmonitor und kritisiert: „Die Opferzahlen sind angesichts des seit 20 Jahren bestehenden Minenverbotsvertrages eine Schande.“ ****

Dass Außenministerin Karin Kneissl im Jänner 5 Millionen zur Unterstützung von Entminungsprogrammen im Nordosten Syriens ankündigte, ist als wichtiger Schritt in die richtige Richtung zu sehen, aber es braucht laut Bayr „viel mehr.“ Österreich müsse einen viel größeren Beitrag in der Entminung leisten, nicht nur materiell sondern vor allem mit Expertise. So sollten etwa mehr Projekte von österreichischen NGOs auf diesem Gebiet finanziell unterstützt werden und heimisches Know-How zur Entminung verstärkt in den betroffenen Ländern angeboten werden. Die Nationalratsabgeordnete ermutigt die Außenministerin, auch österreichische Organisationen wie `Gemeinsam gegen Landminen` zu unterstützen: „`Gemeinsam gegen Landminen` hat jahrelange Erfahrung in der Entminung und dem Warnen und Schulen der lokalen Bevölkerung vor Minenfeldern. Deren wichtige Arbeit stärker zu unterstützen, wäre ein wichtiges Zeichen beim Schwerpunkt Schutz von ZivilistInnen.“ (Schluss) up/mp

 

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