In Österreich müssen Verhütungsmittel privat bezahlt werden, das birgt soziale Hürden beim Zugang. In Österreich sieht sich der Staat für das Thema Empfängnisverhütung kaum zuständig. Wer verhüten will, muss das hierzulande zur Gänze aus der eigenen Tasche bezahlen, Unterstützung von der Krankenkasse gibt es keine. (...) Beim Zugang zu Verhütungsmitteln gleicht Österreich den osteuropäischen Ländern. Zwar sind alle wirksamen Produkte prinzipiell erhältlich, doch sie müssen nahezu immer selbst bezahlt werden. Das kritisierte SPÖ-Frauensprecherin Petra Bayr bei einer Präsentation der Ergebnisse am Mittwoch. Indem Verhütung zur Privatsache erklärt werde, zwinge man Paare – und vor allem Frauen –, ihre Verhütungsentscheidungen von der individuellen Geldsituation abhängig zu machen, monierte Bayr.