"Menschenrechte – dazu gehören soziale und kulturelle Rechte ebenso wie die von Frauen, Indigenen und Minderheiten – müssen endlich den Stellenwert bekommen, den die Wirtschaftsinteressen schon lange haben."
Scharf verurteilt Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ, die anhaltende Hinrichtungswelle im Iran, die laut aktuellem Bericht von Amnesty International einen traurigen Höhepunkt erreicht hat. „2.159 Menschen wurden 2025 hingerichtet, mehr als doppelt so viele wie im gesamten Jahr 2024. Das ist eine Zahl, die kaum zu fassen ist. Hinter ihr stehen Frauen und Männer, Protestierende und politische Gefangene, die mit dem Tod bestraft wurden, weil sie ihre Stimme für grundlegende Menschenrechte erhoben haben. Das ist Staatsterror und er darf nicht folgenlos bleiben“, so Bayr.
Am 28. Mai wird die saudi-arabische Frauenrechtsaktivistin Manahel al-Otaibi 32 Jahre alt. Ein Geburtstag, den sie wieder in Haft verbringen muss. Manahel hatte sich auf X (vormals Twitter) für Frauenrechte eingesetzt und war deshalb zu einer saudischen Gefängnisstrafe von elf Jahren verurteilt worden. Seit November 2022 befindet sie sich in Haft. Die außenpolitischen Sprecherinnen und Sprecher von SPÖ, Petra Bayr, von NEOS, Nikolaus Scherak, und der Grünen, Meri Disoski, fordern gemeinsam mit Gudrun Kugler, der ÖVP-Bereichssprecherin für Internationale Entwicklung, EZA und Menschenrechte, die sofortige und bedingungslose Freilassung.
Die Ereignisse rund um die größte türkische Oppositionspartei CHP und der massive Polizeieinsatz gegen ihre Parteimitglieder und gewählte Abgeordnete geben Anlass zu großer Sorge“, erklärt Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ. Berichte über Tränengas, Gummigeschosse und Einschüchterungsversuche gegen Vertreter:innen der Opposition müssten umfassend aufgeklärt werden. „Demokratischer Wettbewerb muss über Wahlen und Institutionen stattfinden, nicht über Druck, Gewalt oder politisch motivierte Verfahren gegen Oppositionsparteien“, so Bayr.
Scharf kritisiert Petra Bayr, außenpolitische Sprecherin der SPÖ, die entwürdigende Behandlung von Aktivisten durch den israelischen Polizeiminister Itamar Ben-Gvir, die breiten internationalen Protest und Empörung ausgelöst hat. „Die öffentliche Demütigung von Verhafteten ist klar menschenrechtswidrig und kann nicht folgenlos bleiben. Ein Rücktritt des Ministers wäre das mindeste gewesen. Da dieser nicht erfolgt ist, sollte die EU ein deutliches Zeichen setzen. Wir unterstützen daher die Forderung des italienischen Außenministers nach Sanktionen gegen Ben-Gvir“, so Bayr.