ÖVP-Klubchef August Wöginger plädiert im STANDARD-Interview für eine "Überarbeitung" der Europäischen Menschenrechtskonvention. Keinen Änderungsbedarf sieht der Koalitionspartner. Für eine "Überarbeitung" der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) hat sich ÖVP-Klubchef August Wöginger ausgesprochen. Denn man habe mittlerweile eine andere Situation, "als es vor ein paar Jahrzehnten der Fall war, als diese Gesetze geschrieben wurden", sagte dieser im STANDARD-Interview am Freitag und sprach dabei auf die Linzer Krawalle an, die der Debatte rund um Abschiebungen in Länder, in die unter anderem wegen des Folterverbots nicht abgeschoben werden darf, wieder Aufwind gegeben haben. Eine Randnotiz: Unter den neun Verhafteten in Linz befindet sich ein Asylwerber. (...) Kritik an den Aussagen Wögingers gab es auch seitens der SPÖ. "Wer über die Änderung der Menschenrechtskonvention fantasiert – & dabei natürlich eine Verwässerung vor Augen hat – hat entweder den Ernst der Bedrohung der Grundrechte nicht verstanden", schrieb Petra Bayr, die SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, auf Twitter. Weiterlesen: Grüne werfen Wöginger vor, Menschenrechte infrage zu stellen - Grüne - derStandard.at › Inland