Bei der weiblichen Genitalverstümmelung (FGM/C = female genital mutilation/cutting) werden jungen Mädchen die Klitorisspitze abgetrennt, innere und äußere Schamlippen teilweise entfernt. Die übrige Haut im Genitalbereich wird zugenäht und vernarbt. In der Vagina der betroffenen Mädchen bleiben kleine Öffnungen. Durch sie können unter enormen Schmerzen Menstruationsblut und Urin abrinnen. Das Urinieren dauert dann unter Umständen bis zu 30 Minuten, verschlimmert durch Nierenrückstau und regelmäßige Infektionen des Urinaltrakts. Durch den unter teilweise widrigen hygienischen Umständen durchgeführten Eingriff und die mangelnde Versorgung der Wunde danach können zusätzliche Probleme entstehen. (...) An diese Menschenrechtsverletzungen erinnerte die Initiative Stop FGM bei einem Pressegespräch anlässlich des Internationalen Tags gegen weibliche Genitalverstümmelung am 6. Februar. Die plastischen Schilderungen seien wichtig, sie sind Teil der Wissensvermittlung, um auch in Österreich Bewusstsein und Wissen im Sozial- und Gesundheitsbereich und die Qualifizierung medizinischen und pädagogischen Fachpersonals zu schaffen, erklärt Petra Bayr, Nationalratsabgeordnete (SPÖ) und Gründerin der Plattform Stop FGM. Weiterlesen: Initiativen fordern besseren Umgang mit weiblicher Genitalverstümmelung | kurier.at