Die Zahl der bekanntgewordenen antisemitischen Übergriffe in Österreich hat einen neuen Höchststand erreicht. 2021 wurden der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien 965 Vorfälle gemeldet. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr mit 585 Vorfällen einem Anstieg um 65 Prozent und somit der höchsten erfassten Anzahl seit Beginn der Dokumentation vor 20 Jahren. Präsident Oskar Deutsch sprach am Freitag bei der Präsentation des Berichts für 2021 von einem Negativrekord.
Für die SPÖ warnte Mandatarin Petra Bayr, dass Antisemitismus aus der Mitte der Gesellschaft komme und nicht nur an deren Rändern stattfinde. Großes Engagement der Politik sei hier notwendig.
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