Vom 1. Jänner 2022 bis 30. Juni 2022 wurden der Antisemitismus-Meldestelle der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) insgesamt 381 antisemitische Vorfälle gemeldet. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres (562) ist das ein Rückgang um 32 Prozent. Dieser Rückgang sei vor allem auf die Abnahme antisemitischer Vorfälle mit Coronabezug zurückzuführen, heißt es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Von einer höheren Dunkelziffer ist auszugehen. (...) In diesem Zusammenhang sei es nötig, nach wie vor mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Juden und Jüdinnen nicht für politische Maßnahmen einer israelischen Regierung verantwortlich zu machen seien, kommentierte SPÖ-Nationalratsabgeordnete Petra Bayr. "Wenn vermeintliche Sippenhaftung zu Anfeindungen, verbalen Attacken und gar körperlichen Übergriffen führt, dann haben wir es mit handfestem Antisemitismus zu tun - dies müssen wir immer wieder klar machen!" Weiterlesen: Deutlich weniger antisemitische Vorfälle in Österreich gemeldet | PULS 24