OTS028 5 II 0198 NSK0001 26.Apr 09
Wien (SK) - Das Bombenunglück in Pakistan, bei dem zwölf Kinder ums Leben gekommen sind, bedauert die SPÖ-Entwicklungssprecherin Petra Bayr zutiefst und wies darauf hin, dass "es wahrscheinlich kein Zufall war, dass sich das Unglück in der Nähe einer Mädchenschule ereignet hat." "In Nordwesten Pakistans", so Bayr gegenüber dem SPÖ-Pressedienst, "sind die Taliban erstarkt und haben unter Duldung der Regierung in der Region die Scharia wieder eingeführt. Mädchen und junge Frauen, die sich durch Bildung ein eigenständiges, unabhängiges Leben aufbauen wollen, leben in Pakistan aber auch im benachbarten Afghanistan unter ständiger Bedrohung", kritisiert Bayr. ****
"Immer wieder werden Mädchen und junge Frauen, die Kurse oder Schulen besuchen wollen, Opfern der Extremisten, werden attackiert, verschleppt oder gar getötet", legt Bayr dar. Es sei politisch und menschlich nicht zu akzeptieren, dass es Herrschaftsstrukturen und Regime gibt, die elementare Menschenrechte vor allem von Frauen grundlegend verletzen. "Menschenrechte und Frauenrechte müssen außenpolitisch genauso thematisiert werden wie Abrüstung oder die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit und Entwicklung", verlangt die SPÖ-Entwicklungssprecherin. (Schluss) gd
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