APA541 5 AI 0166 26.Mai 09
Wien (APA) - Die sozialdemokratische Entwicklungssprecherin Petra Bayr hat die Entwicklung der öffentlichen Aufwendungen für die Entwicklungszusammenarbeit (Official Development Assistance/ODA) als "beschämend" bezeichnet. Die Wirtschaftskrise dürfe für diese Entwicklung nicht als Ausrede dienen, vielmehr müsse die Krise "Auftrag sein, umso aktiver zu sein, denn es sind die ärmsten Länder, die am stärksten unter der Krise leiden - und sie nicht verursacht haben", hieß es am Donnerstag in einer Aussendung der Bundesparteizentrale.
Bayr plädiere dafür, die "Krise des EZA-Budgets als Chance zu begreifen". Sie hoffe, dass es mit den Fünf-Jahres-Vorschauen nun zu einer besser berechenbaren Entwicklung der Geldleistungen im EZA-Bereich (Entwicklungszusammenarbeit) komme.
Es gebe zudem Verpflichtungen aus internationalen Verträgen bis 2015 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit auszugeben. Dies sei auch zur Erreichung der Millenniums-Entwicklungsziele notwendig, betonte Bayr.
Die heimischen ODA-Leistungen 2008 sind im Vergleich zu 2007 laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) um 14 Prozent zurückgegangen.
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APA541 2009-05-26/17:18