OTS060 5 II 0244 SPK0003 11.Jun 10
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des internationalen Tags gegen Kinderarbeit fordert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung und Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Menschenrechte, energisch, alle uns zur Verfügung stehenden Mittel auszuschöpfen, um Kinderarbeit weltweit einzudämmen. "Es gibt einige Möglichkeiten", ist Bayr überzeugt, "angefangen von mündigen KonsumentInnen, die Qualität vor Quantität stellen - und davon gibt es dankenswerterweise immer mehr! - bis zur Politik, die im Umgang mit Steuergeldern ihrem Auftrag entsprechend verantwortungsvoll verfährt." ****
Bayr verweist auf den großen Anteil an öffentlicher Beschaffung im Wirtschaftsbereich. "Das BIP der EU macht derzeit etwa zwölf Billionen Euro aus - und 16 Prozent davon entfallen auf das öffentliche Beschaffungswesen", so Bayr, die auch Mitglied des Finanzausschusses im Parlament ist. "Es handelt sich hier also um ein riesiges Finanzvolumen, mit dem ein nicht unbeachtlicher Einfluss auf Märkte gegeben ist - und diesen sollten wir für Steuerungseffekte verstärkt nutzen."
Deshalb fordert Bayr die Aufnahme sozialer und ethischer Auswahlkriterien im Bereich der öffentlichen Beschaffung - sowohl auf EU-, wie Bundes- als auch Länderebene. "Es ist gut, dass wir die ökologischen Kriterien berücksichtigen", ist Bayr überzeugt, "aber wir müssen selbstverständlich auch die Produktion unter fairen Arbeitsbedingungen mit einbeziehen und da sind natürlich auch die Zulieferer nicht ausgenommen. Das absolute Ausschließen von Produkten, die durch Kinderarbeit hergestellt wird, ist dabei unerlässlich." (Schluss) ab/mp
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OTS060 2010-06-11/09:48