OTS076 5 II 0343 SPK0001 CI 15.Feb 10
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Umweltsprecherin, unterstreicht
die Forderung nach einer neuen Offensive der thermischen Sanierung,
wie sie heute auch bei der Pressekonferenz der Wirtschaftskammer
formuliert wurde, betont aber, dass es dafür auch neue Rahmenbedingungen brauche. "Wir brauchen grundsätzlich eine neue Ära der Thermischen Sanierung, die endlich auch sozial gerecht gestaltet ist", ist Bayr überzeugt, "das heißt, dass Klimaschutz im Wohnbereich für alle leistbar ist - und die Verbreitung der Zielgruppe wird sich auch wirtschaftlich lohnen." ****
Bayr verweist auf die Vorschläge, die sie gemeinsam mit SPÖ-Wirtschaftssprecher Christoph Matznetter letzten November im Rahmen einer Pressekonferenz bereits detailliert vorgestellt hat. "Niedrigere Einkommen profitierten nicht von einem Prämienmodell, da die Anfangsinvestitionen gar nicht getätigt werden können", führt Bayr aus. "Wir fordern daher zinsfreie Kredite, für die die öffentliche Hand haftet und die von allen in Anspruch genommen werden können, und zwar rasch und unbürokratisch, wie das in Deutschland für die thermische Sanierung bereits praktiziert wird."
Besonders wichtig sei auch die Ausweitung der Förderungen auf Wohnungen in mehrgeschossigen Bauten. Die Ärmsten leben in den schlechtest isolierten Wohnungen, hätten daher die relativ höchsten Heizkosten und aufgrund ihrer finanziellen Situation auch keine Chance, ihre eigenen Betriebskosten zu senken und gleichzeitig Klimaschutz zu betreiben. "Wir konnten zeigen, dass es dafür aber durchaus eine Lösung gibt", so Bayr. "Nach unserem Modell könnten wir mit nur 450 Millionen Euro Fördervolumen in den nächsten fünf Jahren 100.000 Haushalte jährlich fördern und dadurch ein Investitionsvolumen von 7,5 Milliarden Euro auslösen." Künftig soll auch der Anschluss an die Fernwärme förderbar werden.
"Das heißt, durch diese relativ geringen Aufwendungen durch die öffentliche Hand würde die Schaffung bzw. Sicherung von 15.000 Arbeitsplätzen und Einnahmen für den Staat von 870 Millionen Euro entstehen", so Bayr abschließend. Und weiter: "Zudem würden dadurch über 600.000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart - und zwar jedes Jahr, denn das ist eine Maßnahme, die dauerhaft zu einer Reduktion von CO2 führt." (Schluss) mo/mp
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OTS076 2010-02-15/10:21
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