OTS014 5 II 0252 SPK0001 AI 09.Okt 10
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, Mitglied des parlamentarischen Ausschusses für Menschenrechte, begrüßt die Gründung einer internationalen Kommission für die weltweite Abschaffung der Todesstrafe durch Spaniens Ministerpräsidenten Zapatero. "Ich gratuliere Zapatero zu diesem Schritt, der einen wichtigen Impuls setzt, um diese sinnlose wie grausame Interpretation von 'Gerechtigkeit' weltweit zu bekämpfen", erklärt Bayr am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Dieses Aug-um-Aug-Prinzip geht von der veralteten und abstrusen Vorstellung aus, dass das Unrecht zu töten durch die Wiederholung dieses Unrechts getilgt werden kann." Bayr erwartet sich auch von Österreich entsprechende Unterstützung für die Kommission. ****
Im Vorfeld des Internationalen Tages gegen die Todesstrafe am 10. Oktober sei daher die Gründung einer Kommission mit hochangesehenen Mitgliedern und unter der Leitung von Federico Mayor Zaragoza, dem früheren Generaldirektor der UN-Kulturorganisation UNESCO, eine anschließenswerte Initiative. "Ich bin zuversichtlich, dass dieses hochrangige Gremium seine Ziele mit großem Engagement verfolgen wird", so Bayr weiter, "zunächst soll ein Moratorium zur Vollstreckung der Todesurteile in allen 58 Ländern, in denen es die Todesstrafe gibt, bis 2015 erreicht werden - dies zeugt von einer schrittweisen Strategie der Machbarkeit und ist deshalb besonders beachtenswert."
Bayr fordert eine international breite Unterstützung der Arbeit, der von Zapatero gegründeten Kommission und erwartet sich auch von Österreich in seinen letzten Wochen als Mitglied des UN-Sicherheitsrats entsprechenden Rückhalt und Engagement. (Schluss) sa/mp
Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS014 2010-10-09/10:00