OTS155 5 II 0235 NSK0002 19.Aug 10
Wien (OTS/SK) - Die angekündigte Ausweisung von Entwicklungshelferinnen und Endwicklungshelfern aus dem Sudan ist mehr als bedauerlich und scharf zu kritisieren", ist Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung, überzeugt, "Präsident Omar Al-Bashir trifft damit eine Entscheidung, die sich gegen das Wohl der sudanischen Bevölkerung richtet!" ****
"Wie gestern offiziell seitens des Sudans verlautbart wurde, sollen Mitarbeitern von international hoch angesehenen Organisationen wie des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (ICRC), der Welternährungsorganisation (FAO) und des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) ausgewiesen werden", so Bayr weiter. "Die den Mitarbeitern vorgehaltenen angeblichen Regelverstöße wurden nicht näher bezeichnet, womit sich der Verdacht einer fadenscheinigen Ausrede erhärtet - insgesamt ist die Arbeit der Organisationen eine wertvolle und unentbehrliche Hilfe für die leidgeplagte sudanesische Bevölkerung, insbesondere in der seit Jahren durch Terror und Gewalt geprägten Krisenregion Darfur."
Bayr unterstreicht in dem Zusammenhang, dass der seit März 2009 vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermords ausgestellte Haftbefehl gegen Al-Bashir bislang aufgrund fehlender Kooperation verschiedener afrikanischer Staaten noch nicht exekutiert werden konnte. "Die aktuelle Entscheidung der Ausweisung von Entwicklungshelfern, die sich erneut gegen die eigene Bevölkerung richtet, bestätigt die Notwendigkeit, Al-Bashir dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auszuliefern", so Bayr abschließend. "Ich appelliere daher an den Außenminister, alle politischen Möglichkeiten auszuschöpfen, um dahingehend auf die afrikanische Staatengemeinschaft einzuwirken!" (Schluss) bj/rl
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OTS155 2010-08-19/13:06
191306 Aug 10