OTS111 5 II 0165 NSK0002 20.Aug 10
Wien (OTS/SK) - Der nun bekannt gewordene Justizskandal in den USA, wonach entlastende Beweise offenbar systematisch und jahrzehntelang zu Ungunsten der Angeklagten unterschlagen wurden, ist für Petra Bayr, Mitglied des Menschenrechtsausschusses im Parlament, Anlass zu heftiger Kritik. "Dieser Justiz- und Menschenrechtsskandal zeigt, dass Fehlurteile noch leichter möglich sind, als oft angenommen wird. Dass daraus resultierend auch noch die Todesstrafe verhängt und exekutiert wurde, ist unfassbar tragisch!"****
Die Argumente gegen die Todesstrafe seien hinlänglich bekannt, so die Nationalratsabgeordnete. "Der aktuelle Skandal unterstreicht die Notwendigkeit, die Todesstrafe in allen Ländern dieser Erde abzuschaffen. Die UN-Generalversammlung im September sollte unbedingt dazu genutzt werden, um dieses Thema erneut aufzugreifen. Es gilt klarzustellen, dass die Todesstrafe ein anachronistisches und paradoxes Verständnis von 'Gerechtigkeit' darstellt, wonach ein Gewalt-Verbrechen durch ein weiteres Gewalt-Verbrechen getilgt werden soll - dies kann und darf nicht länger juristische Praxis sein", so Bayr abschließend. (Schluss) ../rl
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OTS111 2010-08-20/11:57