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Wien (OTS/SK) - SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung Petra Bayr kritisiert die schwierige Konsensfindung bei der zu Ende gehenden UN-Artenschutzkonferenz in Japan. Gegenüber dem SPÖ-Pressedienst forderte Bayr am Freitag von den UN-Mitgliedstaaten ein gesteigertes Bewusstsein für ihre globale Verantwortung. "Offensichtlich ist es kaum möglich, die unterschiedlichen Interessen von Entwicklungsländern, Schwellenländern und Industrieländern hinter das gemeinsame Interesse der Erhaltung eines lebenswerten Planeten zu stellen", fühlt sich Bayr an die UN-Klimakonferenz in Kopenhagen erinnert. Sie fordert weitere Reformen der UN zur Effizienzsteigerung nach Vorbild der Einheit 'UN Women'. ****
Bayr ortet verstärkten Unterstützungsbedarf für weitere Reformen der Vereinten Nationen. "Die jüngst eingerichtete Einheit 'UN Women', die schlagkräftig die Frauenagenden weltweit vertritt, ist hier ein Best-Practice-Beispiel", so Bayr. "Die Einrichtung weiterer Einheiten, die Strukturen zusammenfassen und damit an Effizienz gewinnen können, sind für eine handlungsfähige UN dringend erforderlich."
Zum Thema Artenschutz und Klimaerwärmung betonte Bayr die Dringlichkeit, sich trotz divergierender Interessenslagen auf nennenswerte Ergebnisse zu einigen. "Klimaerwärmung und Artenschutz sind keine Fragen, die als 'Luxusthemen' hinter die dringend notwendige Bekämpfung von Armut und Hunger zu stellen sind", erläutert Bayr, "sie stehen vielmehr in direktem Zusammenhang damit. Das Aussterben hunderttausender Tier- und Pflanzenarten in nur wenigen Jahrzehnten bedeutet einen derart massiven Eingriff in das Ökosystem unseres Planeten, dass die Folgen auch eine Bedrohung für die Menschen darstellen." (Schluss) sa/sc/mp
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