OTS216 5 II 0311 NSK0004 31.Aug 10
Wien (OTS/SK) - "Die mit Jänner 2011 von der UNO gestartete Dekade gegen Wüstenbildung macht darauf aufmerksam, dass wir mit globalen Phänomenen des Wandels als Folge menschlichen Handelns konfrontiert sind", erinnert Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, an die weltweit gemeinsame Verantwortung für den Planeten Erde.****
Unter dem Stichwort des globalen Wandels versteht man die wechselseitige Beeinflussung unterschiedlicher Faktoren, die in einem Gebiet Austrocknung, in einem anderen Überschwemmungen hervorruft. Mit dem Begriff werden Klimaänderungen, geänderte Landnutzung, globale Umweltschäden, die Bevölkerungsentwicklung der Erde und der Verlust von Artenvielfalt bezeichnet. "Auch unsere Handlungen im globalen Wirtschaftssystem haben weltweite Folgen", betont Bayr, "wenn z.B. in Urwäldern Lateinamerikas riesige Flächen brandgerodet werden, um Soja für die Fleischproduktion in Nordamerika anzubauen, oder exzessiver Koltanabbau in Afrika betrieben wird, um Mobiltelefone für die nördliche Hemisphäre zu produzieren!"
"Um sich gegen die drastischen Folgen einer ausbeuterischen Wirtschaft zu wehren, bedarf es einer kohärenten Politik, die national in sich abgestimmt und international miteinander koordiniert wird", ist Bayr überzeugt, "deshalb brauchen wir auch in heimischen Gesetzen die Abwägung etwaiger Nachteile auf andere Lebensbereiche und andere Länder. 'Think global, act local' bedeutet genau diese Konsequenzen eigenen Handelns zu berücksichtigen."
In diesem Zusammenhang fordert Bayr, die kommende Novelle des Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG-Novelle) dahingehend zu nutzen, den übermäßigen Rohstoffverbrauch durch Einweg-Flaschen wieder zu drosseln und einer modernen nachhaltigen Wirtschaft den gesetzlichen Rahmen zu geben. "Die EU-Richtlinie, aufgrund derer die AWG-Novelle noch heuer umgesetzt werden muss, gibt ganz klar vor, dass Recycling nur die zweite Wahl ist und dass die Wiederverwendung und damit Schonung von Ressourcen unbedingt Vorrang zu haben hat", erläutert die SPÖ-Umweltsprecherin abschließend, "entsprechend unabdingbar ist eine gesetzliche Verpflichtung, Mehrwegflaschen wieder ausreichend anzubieten und den KonsumentInnen endlich wirkliche Wahlfreiheit zu geben!" (Schluss) mo/rl
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OTS216 2010-08-31/12:59