OTS062 5 II 0199 NSK0003 06.Sep 10
Wien (OTS/SK) - Als demokratiepolitisch bedenklich bewertet SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr die offiziell gewordenen Pläne der deutschen Regierung, unter Umgehung des Bundesrats die Laufzeit der Atomkraftwerke um durchschnittlich 12 Jahre zu verlängern. "Die Umgehung der Länderkammer bedeutet die Umgehung des Willens der großen Mehrheit der Bevölkerung", zeigt sich Bayr brüskiert von der geplanten Vorgehensweise. "Schließlich geht es hier nicht nur um viel Geld - was diese Entscheidung bewirkt haben dürfte - sondern vor allem um Leben und Gesundheit von Millionen von Menschen!" ****
Auffallend sei zudem, so Bayr weiter, dass die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke zwar auf viele Jahre angelegt sei, die Zahlungen seitens der Betreiber aber bis 2016 befristet werden. "Während die Atomkraftwerke jetzt noch Jahrzehnte weiter betrieben werden sollen, sind die neuen Atomsteuern für die Stromkonzerne auf wenige Jahre beschränkt worden", ist Bayr empört. "Damit wird diese Entscheidung zum umweltpolitischen Fiasko!"
Energiegewinnung mit Atomkraftwerken als "erneuerbare Energie" zu bezeichnen, sei laut Bayr der blanke Hohn. "Im Gegenteil: Das Problem der Lagerung des atomaren Restmülls wird jährlich größer!", kritisiert die SPÖ-Umweltsprecherin die Pläne der deutschen Bundesregierung. (Schluss) sm/rl
Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/impressum
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/195/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS062 2010-09-06/10:38