OTS158 5 II 0305 NSK0003 20.Jul 10
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Globale Entwicklung und Mitglied des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses, fordert im Zusammenhang mit der Afghanistan-Konferenz, die heute, Dienstag, in Kabul stattfindet, die Rechte der Frauen in Afghanistan zu stärken und ihnen Schutz vor der zunehmenden Gewalt zu bieten. Die Frauenrechtsorganisation "medica mondiale", die sich seit 2001 für Frauen und Mädchen in Afghanistan einsetzt, hatte im Vorfeld zu der internationalen Konferenz auf die steigende Frauenfeindlichkeit in Afghanistan warnend aufmerksam gemacht. ****
"Es ist besonders beunruhigend, dass sowohl in der afghanischen Regierung als auch in der Bevölkerung von frauenfeindlicher Tendenz berichtet wird", so Bayr. Und weiter: "Wir müssen von internationaler Seite geschlossen hinter den Frauenrechten, die Menschenrechte sind, stehen und einhellig fordern, dass diese nicht länger missachtet werden." Die Menschenrechtsverletzungen gegen Frauen sind laut "medica mondiale" von besonderer Brutalität gekennzeichnet: Morddrohungen gegen weibliche Abgeordnete und Ermordungen von Frauenrechtlerinnen und Journalistinnen seien traurige Realität.
"Es steht zu befürchten, dass in Zusammenhang mit der geplanten Wiedereingliederung der Taliban die Frauenrechte noch stärker missachtet werden", ist Bayr besorgt. "Die Taliban im Abtausch gegen eine weitere Beschränkung von Frauenrechten für die Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu gewinnen, wäre für viele Frauen und Mädchen lebensbedrohlich und darf keinesfalls akzeptiert werden."
Die afghanische Regierung unter Präsident Hamid Karzai erhofft sich für die Wiedereingliederungspläne eine finanzielle Unterstützung der internationalen Staatengemeinschaft. "Die 13 Milliarden Dollar, die Afghanistan als Entwicklungshilfe erhalten will, müssen unbedingt an Zusagen für die Stärkung der Frauenrechte gebunden werden", ist Bayr überzeugt. "Ich fordere daher den österreichischen Außenminister dringend dazu auf, hier die internationale Staatengemeinschaft auf ihre wichtige Rolle aufmerksam zu machen und sich mit aller gebotenen Vehemenz für den Schutz der Frauen und Mädchen, für deren Recht auf Bildung und ein selbstbestimmtes Leben einzusetzen." (Schluss) rb/mp
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OTS158 2010-07-20/13:54