OTS197 5 II 0237 SPK0005 AI 09.Nov 10
Wien (OTS/SK) - Petra Bayr, Mitglied des parlamentarischen Menschenrechtsausschusses, ist entsetzt über die jüngsten Meldungen, wonach Marokko ein Protest-Zeltlager in der Westsahara gewaltsam niedergerissen und dabei mehrere Menschen getötet und Zahlreiche verletzt wurden. "Ich unterstütze die Forderung der Polisario, dass hier der UN-Sicherheitsrat tätig wird", so Bayr, "weder sind Gewalt und Menschenrechtsverletzungen, wie sie in der Westsahara seit Jahrzehnten andauern, zu dulden, noch darf die UNO zulassen, dass ihre fortdauernden Vermittlungsbemühungen derart konterkariert werden." ****
Die Zerstörung der Zeltstadt traf etwa 20.000 Menschen, die offenbar unter Wasserwerfern und Tränengas von Hubschraubern aus gejagt wurden. "Dass dies unmittelbar vor den neuen Gesprächen unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen geschehen ist, macht diesen an sich schon empörenden Gewaltakt zu einer Gefährdung der Glaubwürdigkeit der UNO, wenn hier nicht sofort und scharf reagiert wird - diese Situation ist nicht nur für die seit Jahrzehnten drangsalierten und unterdrückten Saharaui unerträglich, sondern auch für die Internationale Staatengemeinschaft nicht duldbar."
Bayr fordert den österreichischen Außenminister auf, hier sofort den Sicherheitsrat zu aktivieren. "Österreich ist bis Ende des Jahres Mitglied des UN-Sicherheitsrat und hat hier besondere Verantwortung zu tragen", ist Bayr überzeugt, "das massiv gewaltsame Vorgehen Marokkos ist ein beispielloser Affront, dem täglich Menschen zum Opfer fallen, und muss endlich gestoppt werden." (Schluss) mo/mp
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OTS197 2010-11-09/13:39