OTS036 5 II 0255 SPK0001 AI 11.Dez 10
Wien (OTS/SK) - Für Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, ist das Abschlusspapier der Weltklimakonferenz in Cancun (Mexiko) eine Enttäuschung. "Es fehlen verbindliche Ziele für eine Reduktion der Treibhausgase, wie es notwendig wäre, um unter den durchschnittlichen zwei Grad Erwärmung zu bleiben - der globale Intelligenztest ist gescheitert", so Bayr am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Noch immer fehle der internationalen Staatengemeinschaft ein effektiver Nachfolgevertrag für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll. ****
Bayr fordert daher, dass die Europäische Union mit gutem Beispiel vorangehen soll. "Die EU muss sich selbst ein striktes Ziel zur Reduktion von Treibhausgasen setzen. 30 Prozent weniger bis 2012 wäre eine sinnvolle Zielvorgabe", selbst wenn das Nicht-EU-Staaten verweigern, betont Bayr. Und weiter: "Was offensichtlich auch im Alleingang der EU technisch und wirtschaftlich möglich wäre, soll nun nicht aus Trotz oder Sturheit verweigert werden."
Grundsätzlich positiv zu werten sei der in Cancun vereinbarte Green New Climate Fund. Aber: Wie gut der Klimafonds tatsächlich funktionieren wird, hängt von der wirklichen Finanzierung, der Einhaltung diesbezüglicher Zusagen und den Kriterien für die Vergabe der Mittel ab. "Da hier wenig Konkretes vereinbart wurde, ist auch das noch ein ungelegtes Ei", so Bayr, die maßlos enttäuscht darüber ist, dass in der Klimapolitik einmal mehr nationalstaatliche Eigeninteressen vor die Lösung der globalen Herausforderung Klimaschutz gestellt wurden. (Schluss) mo/sc
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