OTS171 5 II 0228 SPK0005 08.Nov 10
Wien (OTS/SK) - Die jetzt veröffentlichte Studie des IEEP (Brüsseler Institut für europäische Umweltpolitik) zum Einsatz von Biotreibstoffen in der EU kommt zu dem Ergebnis, dass die für den Anbau außerhalb Europas notwendigen Urwald-Abholzungen hohe Treibhausgasemissionen verursachen. "Dies ist nicht die erste Studie, die davor warnt, Agrotreibstoffe verstärkt einzusetzen", erklärte Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für Umwelt und Globale Entwicklung, am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. "Ohne Sicherstellung, dass zur Gewinnung der Rohstoffe für den sogenannten Biosprit nicht wertvolle Urwaldflächen zerstört werden, ist die Strategie der 10-Prozent-Beimischung äußerst fragwürdig", so Bayr weiter. ****
Agrotreibstoffe seien keinesfalls automatisch "bio", betonte Petra Bayr, "so sind nicht nur die Nutzung der Anbauflächen, die dann für die Nahrungsmittel fehlen und dafür folglich anderswo durch Rodungen gewonnen werden, sondern auch der Einsatz von Düngemitteln oft kontraproduktiv und verschlechtern insgesamt unsere Emissionsbilanzen. Außerdem wird zur Erzeugung von Energiepflanzen vielerorts Gentechnik eingesetzt - auch das mit bekannten fatalen Folgen für die Umwelt und die Artenvielfalt."
"Grundsätzlich müssen wir unsere heimischen Beimischungsziele und die Beimischungsrichtlinie der EU überdenken", so Bayr. "Entsprechend müssen wir uns auch auf europäischer Ebene dafür einsetzen, diese Beimischungsziele kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls abzuändern. Nachhaltigkeitskriterien bei der Produktion müssen streng, klar und über den gesamten Globus hinweg nachvollziehbar sein", forderte Bayr. (Schluss) sc/mp
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OTS171 2010-11-08/13:58