OTS029 5 II 0427 SPK0001 19.Jul 10
Wien (OTS/SK) - "Diese 18. internationale Aids-Konferenz ist auch eine entscheidende Weichenstellung für die Bedeutung der Parlamente weltweit im Kampf gegen Aids, gegen Diskriminierung und für den vollen Zugang zu den Menschenrechten für alle Betroffene", so Petra Bayr, SPÖ Sprecherin für globale Entwicklung, in ihren Eröffnungsworten anlässlich einer Vorkonferenz von ParlamentarierInnen, die sich speziell mit Fragen von Entwicklung und sexueller Gesundheit befasst. Noch niemals zuvor habe es bei und während einer internationalen Aids-Konferenz ein so konzentriertes und fokussiertes Programm von und für Abgeordnete gegeben, wo es darum geht, Erfahrungen mit der parlamentarischen Arbeit im Kampf gegen die Epidemie und für verbesserte Prävention auszutauschen und voneinander zu lernen. ****
"Die politische Arbeit für Drogenabhängige, SexarbeiterInnen, sexuelle Minderheiten und marginalisierte Gruppen ist nicht unbedingt attraktiv und bleibt oft unbedankt, trotzdem ist es mehr als nötig gerade für jene die Stimme zu erheben, die selbst keine haben, weil sie durch Kriminalisierung und Stigmatisierung ausgegrenzt werden und in vielen Ländern der Welt nicht einmal Zugang zum Gesundheitssystem haben", ist Bayr überzeugt. Wie sie wollen auch viele andere ParlamentarierInnen weltweit nicht hinnehmen, dass die Menschenrechte dieser Kranken mit Füßen getreten werden. "Schließlich steht geschrieben, dass allen Menschen gleichermaßen ihre grundlegenden Rechte garantiert sind. Von einer Ausnahme von Prostituierten, Drogenabhängigen oder Menschen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften leben, ist vollkommen zu Recht nirgendwo die Rede."
In ihrem Abschlussstatement an die ParlamentarierInnenkonferenz, die von der europäischen parlamentarischen Plattform für Bevölkerung und Entwicklung organisiert wurde, appelliert Bayr an ihre KollegInnen, gerade im Kampf gegen Aids eine besonders koordinierte und kohärente Politik zu betreiben: "Uns ist bewusst, dass HIV/Aids eng verknüpft mit sozialen, kulturellen, rechtlichen, ökonomischen Fragen ist, mit Fragen von Erziehung, Empowerment, Geschlechtergerechtigkeit, Gesundheit und vielen anderen Politikfeldern. Das erfordert nicht nur komplexe Entscheidungen sondern auch das Einbeziehen und Sensibilisieren von vielen anderen Abgeordneten in unsere Arbeit gegen die Krankheit und für die Kranken."
Ein besonderes Anliegen ist Bayr auch die Einbeziehung von jungen Menschen in die Arbeit gegen Aids, sowohl indem ihre Anliegen ernst genommen werden, sie in die Planung von Programmen einbezogen werden, als auch, was die Finanzierung ihrer eigenen Organisationen betrifft. "Ich wünsche allen ParlamenterierInnen viel Energie, Kraft und Unterstützung für ihre Arbeit, die als wichtiges Bindeglied zwischen den Betroffenen und EntscheidungsträgerInnen auf politischer Ebene künftig viel stärker einzubeziehen sind. Schließlich geht es um das menschenwürdige Überleben vieler Millionen Menschen weltweit, die durch eine engagierte Arbeit aller Beteiligten profitieren können", so Bayr. (Schluss) rb/mp
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OTS029 2010-07-19/09:26