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Wien (OTS/SPW) - Bereits mehrere Dutzend HandwerkerInnen aus den unterschiedlichsten Branchen unterstützen die Kampagne "Handwerk hat viele Gesichter". Damit setzen sie ein Zeichen gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit und wollen ihre Kundinnen und Kunden dafür sensibilisieren, dass viele Menschen mit unterschiedlichsten kulturellen Hintergründen für die Wienerinnen und Wiener beste Leistung und hohe Qualität bieten. Fritz Strobl, Vorsitzender des sozialdemokratischen Wirtschaftsverbands Wien unterstrich anlässlich des Fototermins Mittwoch Vormittag gemeinsam mit vielen mitmachenden HandwerkerInnen die wirtschaftliche Leistung der ArbeitgeberInnen mit Migrationshintergrund für die Stadt: "Viele Dienst- und Serviceleistungen würde es ohne die vielen fleißigen Hände und das unternehmerische Geschick von Menschen, die oder deren Eltern nicht hier geboren worden sind, in dieser Breite und Qualität nicht geben. Schuster, Schneider, Bäcker und Spengler würde man oft vergebens suchen."****
Die Wiener SPÖ Nationalratsabgeordnete Petra Bayr ist Initiatorin der Kampagne "Viele Gesichter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" und umreißt den Hintergrund der Aktivitäten dazu: "Die Initiative 'Handwerk hat viele Gesichter' setzt bei der Vielfalt des Wiener Handwerks an und beweist eindrucksvoll, dass für die KundInnen die Qualität des Produkts und der Dienstleistung zählen und nicht die Herkunft des Menschen, der sie erbringt. 'Handwerk hat viele Gesichter' zeigt deutlich, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit in der Wiener Wirtschaft keinen Platz haben und sowohl die UnternehmerInnen wie auch deren KundInnen sich nicht durch Hass und Hetze gegeneinander ausspielen lassen. Der große Zuspruch sowohl von mitmachenden Unternehmen als auch die vielen positiven Reaktionen der KundInnen beweisen das sehr eindrucksvoll."
Bei der Aktion gruppierten sich HandwerkerInnen um ein kleines Holzhaus, um zu zeigen, dass nur professionelles und vorurteilsfreies Zusammenarbeiten unterschiedlichster HandwerkerInnen Sicherheit im Haus und drum herum sowie eine gute Lebensqualität garantiert. Mit dabei waren unter anderem Sebastian Wilken, Fassaden- und Gebäudereiniger, der sich sicher ist: "Die Gebäudereinigung würde in Wien nicht funktionieren, wenn nicht Menschen unterschiedlicher Kultur und Herkunft reibungslos miteinander arbeiten würden." Friseurin Gülten Karagöz wünscht sich, dass der Rassismus endlich aus den Köpfen der Leuten verschwindet und sie vor allem dafür sensibel werden, wie viel MigrantInnen für die Wiener Wirtschaft leisten: "Momentan wird viel zu oft nur irgendwas Negatives öffentlich gemacht. Die Aktion trägt dazu bei, dass die positiven Leistungen der MigrantInnen für die Stadt hervorgehoben werden." Ibrahim Beyazit, Metalltechniker und einer der Gründer der Initiative freut sich darüber, dass die Aktion so schnell Früchte getragen hat und hält nicht nur die Daumen für die Zukunft der Kampagne "sondern wird natürlich auch selbst weiter aktiv dazu beitragen."
"Handwerk hat viele Gesichter" ist eine von der SPÖ Wien gestartete Initiative, die von ZARA, projektXchange, dem Arbeitersamariterbund, der Volkshilfe, dem Sozialdemokratischen Wirtschaftsverband und dem Nord Süd Institut unterstützt wird. Mehr Informationen zur Kampagne "Viele Gesichter gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" gibt es unter www.vielegesichter.at, wo auch eine dementsprechende Petition unterschrieben werden kann. (Schluss)
HINWEIS: In Kürze stellt der Pressedienst der SPÖ Wien Bilder der Aktion unter http://www.flickr.com/photos/36500243@N08/sets zur Verfügung.
Rückfragehinweis: Pressedienst der SPÖ Wien Tel.: +43 1 534 27/222 mailto:wien.pressespoeat http://www.wien.spoe.at
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