"Kronen Zeitung" vom 28.03.2011 Seite: 9
Ressort: lokal
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Generalmobilmachung der heimischen SPÖ gegen Europas Schrottmeiler: Während Wiens Umwelt-Stadträtin Sima ihren Sechs-Punkte-Plan in den Anti-Nuklearkampf wirft, fordert die SPÖ-Ökosprecherin Petra Bayr sofortige Gespräche mit den Nachbarländern: "Grenznahe AKWs müssen stillgelegt werden."
"Atomkraft war und ist - nicht erst seit der Katastrophe von Fukushima - die grundfalsche Antwort für CO2-Reduktion und Klimaschutz. Wir müssen in Europa die erneuerbare Energie
MARK PERRY UND CHRISTOPH MATZL
sukzessive erhöhen", fordern Österreichs sozialdemokratische EU-Parlamentarier Hannes Swoboda und Karin Kadenbach. Ihr Vorstoß in Brüssel: ein europaweites Anti-Atom-Bürgerbegehren. Rechtlich sei das möglich. Von Wien aus machen nun SPÖ-Bundesgeschäftsführer Günther Kräuter und seine Umweltsprecherin Petra Bayr mobil: "Die grenznahen Kraftwerke sind schlicht inakzeptabel. Es müssen jetzt noch mehr rechtliche Mittel ausgeschöpft werden, um eine Schließung oder wenigstens eine gründliche Sicherheitsprüfung zu erreichen."
Im Visier von Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima ist vor allem Mochovce: "Eine akute Bedrohung für die Menschen im Osten Österreichs und damit auch für Hunderttausende Wiener."