"TT Kompakt" vom 10.03.2011 Seite: 2
Ressort: Tirol 1 u 2
Jenem suspendierten Tiroler Top-Polizisten, der wegen geschlechtlicher Nötigung und Amtsmissbrauchs angeklagt wurde, wird der Prozess am Landesgericht Feldkirch anstatt in Innsbruck gemacht. Dies beschloss das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) nach einem entsprechenden Antrag des Feldkircher Landesgerichtes. „Wir wollen dadurch jeden Anschein einer allfälligen Befangenheit gegenüber dem Beamten vermeiden", betonte gestern OLG-Präsident Pilgermair. (fell)
Massive Kritik gibt es am NR Königshofer (FP). Er soll laut einer Anzeige des Wiener Anwalts Zanger und des Polizisten Sailer Verbindungen zur Neonazi-Homepage „Alpen-Donau-Info" haben. Königshofer weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Rund um die Homepage wird in Tirol nach Spuren gesucht. Unabhängig von Königshofer gibt es laut Sailer Verdachtsmomente, dass weitere in dieses Netzwerk verstrickt sind. Grüne und SP forderten gestern den Rücktritt von Königshofer. (pn)
Innsbruck - Massive Kritik gibt es am freiheitlichen nationalratsabgeordneten Werner Königshofer. Er soll laut einer Anzeige des Wiener Anwalts Georg Zanger und des Polizisten Uwe Sailer Verbindungen zur Neonazi-Homepage „Alpen-Donau-Info" haben. Königshofer weist diese Vorwürfe entschieden zurück. Rund um die neonazistische Homepage wird auch in Tirol nach Spuren gesucht. Unabhängig von Königshofer gibt es laut Uwe Sailer Verdachtsmomente, dass weitere Tiroler in dieses Netzwerk verstrickt sind.
Grüne und SPÖ forderten gestern den Rücktritt von Werner Königshofer. „Wie lange will Strache noch den Kopf in den Sand stecken?", fragt NR Karl Öllinger, (Grüne). Königshofer sei schon längst rücktrittsreif. Lückenlose Aufklärung" fordert die SPÖ-Abgeordnete Petra Bayr Sollte sich „der Verdacht bestätigen", dass er mit der Neonazi-Homepage „kooperiere, „muss Königshofer daus allen politischen Funktionen ausscheiden". (pn)
Innsbruck, Feldkirch -Jenem suspendierten Tiroler Top-Polizisten, der wegen geschlechtlicher Nötigung und Amtsmissbrauchs im Jänner angeklagt wurde, wird der Prozess nun am Landesgericht Feldkirch anstatt in Innsbruck gemacht. Dies beschloss das Innsbrucker Oberlandesgericht (OLG) nun nach einem entsprechenden Antrag des Feldkircher Landesgerichtes. „Wir wollen dadurch jeden Anschein einer allfälligen Befangenheit gegenüber dem Beamten vermeiden", betonte gestern dazu OLG-Präsident Walter Pilgermair auf Anfrage der TT. Auch Verteidiger Albert Heiss begrüßt den Schritt des OLG. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, dass er in seiner Funktion als Abteilungsleiter der Sicherheitsdirektion (SID) Testberichte von Sicherheitskontrollen am Innsbrucker Flughafen verfälscht ans Innenministerium weitergeleitet hat. Zusätzlich ist er angeklagt, eine Mitarbeiterin des dortigen Sicherheitsdienstes in seinem Büro sexuell bedrängt zu haben. Es gilt die Unschuldsvermutung. (fell)