Anlässlich des 25. Jahrestages der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl hält die SPÖ-Umweltsprecherin fest, dass die aktuelle Katastrophe von Fukushima "weit mehr als nur ein Fingerzeig" sei. Während die furchtbaren Folgen von Tschernobyl für Menschen und Umwelt von Tschernobyl mittlerweile gut belegt seien, sind die mittelbaren Konsequenzen von Fukushima bislang noch nicht absehbar. Sie werden nicht nur Japan sondern die ganze Welt noch über viele Jahrzehnte beschäftigen. "Das Risiko eines neuerlichen Reaktorunfalls ist einfach zu groß", mahnt die Nationalratsabgeordnete am Dienstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst weiter und fordert den absoluten Ausstieg aus der Nutzung von Atomenergie. ****
Neben dem Atom-Ausstieg muss es auch ein Ende von Atom-Strom-Importen nach Österreich geben und eine auf vielen politischen Ebenen stattfindende österreichische Offensive zum Umdenken in der europäischen Atompolitik. Des Weiteren pocht Bayr auf die Wichtigkeit von Gesprächen mit AKW-betreibenden Nachbarländern über einen Atomausstieg. "Grenznahe Reaktoren bedeuten eine unmittelbare Gefahr für die österreichische Bevölkerung", so Bayr.
Darüber hinaus braucht es für die SPÖ Umweltsprecherin den baldigen Beschluss eines österreichischen Energieeffizienzgesetzes, denn, so Bayr "das sinnvolle und sparsame Einsetzen von Energie ist unser größtes potentielles Kraftwerk". Nur wenn es gelingt, den rasanten Anstieg am Energieverbrauch einzubremsen ist es realistisch, den Anteil an erneuerbarer Energie am Gesamtverbrauch genügend schnell zu steigern.
Auf europäischer Ebene sollte 20 Prozent mehr Energieeffizienz ebenfalls verbindlich werden: "Es ist nicht einzusehen, dass gerade jenes EU-weite Ziel, das den Schlüssel zur Erreichung der anderen Klimaziele wie Senkung der Treibhausgase und Steigerung des Anteils an erneuerbarer Energie, darstellt, als einziges ein freiwilliges Ziel bleiben soll", so Bayr. (Schluss)sa/ele
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