Wien (OTS/SK) - "Es ist erfreulich, dass der Widerstand gegen die Atomkraft, eine Energiegewinnung, die nicht beherrschbar ist, weltweit zunimmt", sagte SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr am Samstag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Tausende Menschen haben etwa heute in Taiwan gegen den Bau eines neuen Atomkraftwerks demonstriert. Bayr wies in dem Zusammenhang aber auch darauf hin, dass der Protest gegen Kernkraft in manchen Ländern kein selbstverständliches Bürgerrecht ist. "Es ist ein Menschenrecht, für seine Meinung im Zusammenhang mit Kernenergie zu demonstrieren." Die Eskalationen infolge einer Anti-AKW-Demonstration in Indien seien für die SPÖ-Sprecherin für Umwelt und globale Entwicklung "eine schreckliche Tragödie".****
Dass nach der Atomkatastrophe von Fukushima auch in Taiwan die Diskussion um die Sicherheit der Atomkraft aufflammt, ist besonders auch deshalb zu begrüßen, weil die Insel Taiwan ähnlich Erdbeben- und Tsunami-gefährdet ist wie Japan. "Ich hoffe, dass Fukushima weltweit zu einem Nachdenkprozess führt, der den Ausstieg aus der Atomenergie zur Folge hat", so Bayr. Die österreichische Offensive zum Umdenken in der europäischen Atompolitik werde jedenfalls weitergeführt. Dass der Rückhalt in der Bevölkerung dafür gegeben ist, zeigen nicht nur alle Umfragen sondern auch das positive Echo auf die
Anti-AKW-Kundgebung in Wien am Ostermontag. "Hunderte Menschen waren gekommen, um am 25. Jahrestag des Reaktorunglücks von Tschernobyl der Opfer zu gedenken und einen Ausstieg aus der Kernenergie einzufordern." Nun gelte es, Verbündete in Europa und der Welt zu suchen, um den Umstieg auf alternative Energieformen zu forcieren. Auch pocht die SPÖ-Umweltsprecherin auf das Vorantreiben der Gespräche mit den AKW-betreibenden Nachbarstatten über einen Atomausstieg. "Die grenznahen Reaktoren stellen ein nicht akzeptierbares Gefahrenpotential dar", so Bayr. (Schluss) up
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