OTS0194 II, AI 25.05.2011 12:29:11
SPÖ-Umweltsprecherin Petra Bayr bewertet die Einigung der EU-Staaten auf Stresstests für europäische Atomkraftwerke (AKW) grundsätzlich positiv. "Es ist zu begrüßen, dass nunmehr die Sicherheit der rund 140 europäischen AKW bei Naturkatastrophen, Flugzeugabstürzen und menschlichem Versagen geprüft wird. Es bleibt aber zu hoffen, dass die Tests nicht zur reinen Augenauswischerei verkommen. Keinesfalls dürfen die Tests dazu dienen, die AKW-Betreiber weißzuwaschen", sagte Bayr heute, Mittwoch, gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Um zu umfassenden Stresstests mit Aussagekraft zu kommen, sei "die Einbindung unabhängiger Expertinnen und Experten von Anfang an zwingend notwendig". ****
Für Bayr ist klar: "Wir müssen verhindern, dass die Stresstests ein zahnloses Instrument sind, bei dem sich die Atom-Lobby selbst kontrolliert und sich dann ein 'Test bestanden' bescheinigt. Wir brauchen Stresstests mit Biss, bei denen unabhängige Fachleute gleich zu Beginn einbezogen werden".
Was den noch offenen Punkt der Einbeziehung von Terroranschlägen betrifft, seien die Beratungen und Ergebnisse der eigens eingesetzten Arbeitsgruppe abzuwarten, unterstreicht Bayr. Für die SPÖ-Umweltsprecherin steht fest, dass es klare Konsequenzen aus den Stresstests braucht: "Ergeben diese Stresstests bei einem AKW Risiken, die durch Nachrüsten nicht behebbar sind, gibt es nur eine Konsequenz, nämlich die sofortige Abschaltung." Ob die Stresstests wirklich Zähne haben, werde man erst dann wissen, wenn wirkliche Konsequenzen gezogen werden und Atomkraftwerke abgeschalten werden, so Bayr. (Schluss) mb/sa
Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 www.spoe.at/online/page.php
Digitale Pressemappe: www.ots.at/pressemappe/199/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***