OTS089 5 II 0397 SPK0002 04.Feb 11
Wien (OTS/SK) - Anlässlich des 6. Februar, dem Tag der "Nulltoleranz gegen weibliche Genitalverstümmelung", kündigt SPÖ Nationalratsabgeordnete Petra Bayr, Initiatorin der Österreichischen Plattform gegen weibliche Genitalverstümmelung, weitere Aktivitäten der Plattform für 2011 an. "Bereits drei wichtige Vorhaben für 2011 hat unsere Plattform geplant", so Bayr, "um den Kampf gegen FGM (Female Genital Mutilation) in Österreich weiterhin erfolgreich zu führen. Vor allem gilt es, durch Prävention möglichst viele Frauen davor zu bewahren, ein Leben mit den durch die Verstümmelung verursachten Qualen zu verbringen." ****
Als ersten Punkt nennt Bayr die Informationsvermittlung weiter zu verstärken, welche die Informationen in die Community der Betroffenen bringen soll. "Wir haben schon vor drei Jahren einen Info-Folder für Eltern in 5 Sprachen herausgebracht, der Eltern mit entsprechendem Kulturhintergrund über die physischen, psychischen und auch rechtlichen Folgen aufklärt und mit aller Deutlichkeit vor diesem Schritt warnt, den wir unmissverständlich als Akt der schweren Menschenrechts- und Körperverletzung erachten und der in Österreich als schwere Körperverletzung auch strafrechtlich verfolgt wird", so Bayr, "dieser Folder wurde auch über das Gesundheitsministerium österreichweit in ÄrztInnenpraxen aufgelegt. Diese Informationsschiene gilt es im Sinne einer wirkungsvollen Prävention weiter zu führen und auszubauen. So sollen auch weitere Informationsveranstaltungen für Menschen, die beruflich mit potentiellen Opfern in Kontakt sind, wie KindergärtnerInnen oder Hebammen, angeboten werden."
Zweitens soll unter den Organisationen, die sich der Plattform angeschlossen haben und die einschlägige Projekte in Ländern durchführen, in denen FGM praktiziert wird, ein verstärkter Informationsaustausch über die Vielfalt und Wirksamkeit der bereits erprobten Strategien gegen die grausame Praxis von FGM initiiert werden, um die Projektarbeit vor Ort weiter zu verbessern.
"Schließlich ist es ein wichtiges Anliegen, auch vermehrt empirische Daten über die Verbreitung von FGM in Asien zu gewinnen", so Bayr, "denn wir wissen zwar, dass FGM in vielen asiatischen Ländern praktiziert wird, aber die Faktenlage ist noch ausgesprochen spärlich und behindert damit einen effektiven Kampf in den betroffenen Gebieten."
Die Bemühungen und Erfolge der letzten zehn Jahre in Österreich im Kampf gegen FGM hat Bayr gemeinsam mit Gesundheitsminister Stöger und der Frauengesundheitsbeauftragten der Stadt Wien, Prof. Wimmer-Puchinger, am 2. Februar in einer Pressekonferenz vorgestellt.
Die Presseunterlage dazu findet sich im Internet unter: http://www.spoe.at/bilder/d277/10_Jahre_Kampf_gegen_FGM.pdf Weitere Infos dazu auf der Website der Plattform im Internet unter: www.stopFGM.net (Schluss) up/mp
Rückfragehinweis: SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien, Tel.: 01/53427-275 http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
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