Petra Bayr, SPÖ-Bereichssprecherin für globale Entwicklung, begrüßt die weitere Unterstützung für die Flüchtlinge vor dem Bürgerkrieg in Syrien, die Außenminister Spindelegger bei seinem Besuch in den Flüchtlingslagern im Libanon gestern angekündigt hatte: "Da immer mehr Menschen vor dem Bürgerkrieg in Syrien flüchten müssen, steigt auch der Bedarf an finanzieller und materieller Unterstützung. Österreich leistet einen kleinen Beitrag, um die Grundbedürfnisse der Menschen auf der Flucht zu befriedigen. Darüber hinaus ist es wichtig, Frauen vor sexuellen Übergriffen zu schützen. Denn sexueller Missbrauch und fehlender Zugang zu Gesundheitsleistungen im Bereich der sexuellen und reproduktiven Gesundheit stellen für Frauen auf der Flucht ein großes Problem dar." Im morgigen Ministerrat sollen zwei Millionen Euro zur Unterstützung der syrischen Flüchtlinge aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) freigegeben werden. ****
Das Flüchtlingshochkommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) spricht von mittlerweile über einer Million syrischen Flüchtlingen, die im Irak, in Jordanien, in der Türkei und dem Libanon aufgenommen werden. "Zwei Millionen aus dem AKF sind gut, aber derzeit ist dieser jährlich mit nur fünf Millionen dotiert. Das ist einfach viel zu wenig", kritisiert Bayr am Montag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst und verweist auf die Forderung von Experten-NGOs nach 20 Millionen jährlich. Zudem wäre es sinnvoll, die Maßnahmen der humanitären Hilfe mit langfristigen Programmen der Entwicklungszusammenarbeit zu verzahnen. Bei den wiederkehrenden Hungerkatastrophen in der Sahelzone zeige sich, wie wichtig "die Abstimmung zwischen der humanitären Hilfe und langfristigen Entwicklungsprogrammen etwa in der Landwirtschaft" sei, betont Bayr. (Schluss) bj/mp
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
Digitale Pressemappe: http://www.ots.at/pressemappe/199/aom
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***